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| 01:39 Uhr

Ost-Chemie-Tarifverhandlungen ergebnislos vertagt

Berlin. Die Tarifverhandlungen für die etwa 50 000 Beschäftigten der ostdeutschen Chemieindustrie sind am Freitag ohne Ergebnis geblieben. Der regionale Arbeitgeberverband Nordostchemie lehnte die Forderung der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie nach einer Einkommenserhöhung als unrealistisch ab, wie Sprecher Torsten Kiesner sagte. dpa/eb

"Wir sind noch nicht aus der Krise raus."Gewerkschafts-Verhandlungsführerin Petra Reinbold-Knape betonte hingegen: "Eine Nullrunde kommt mit uns nicht infrage." Schließlich seien die Umsatzeinbrüche der Chemieindustrie im Osten weniger gravierend als im Westen. Ein konkretes Ziel für Einkommensverbesserungen nannte sie nicht. Die Gewerkschaft forderte außerdem, Entlassungen müssten ausgeschlossen bleiben. In den gut zweistündigen Verhandlungen sei es auch um die Übernahme von mehr Auszubildenden gegangen, berichtete Reinbold-Knape. In ein paar Jahren werde es zu wenige Arbeitskräfte in der Chemie-Industrie geben. Die Arbeitgeberseite hielt dem entgegen, es würden bereits jetzt viele Azubis übernommen. Eine Einigung soll am 20. und 21. April in Würzburg gefunden werden. Damit ist auch die letzte regionale Tarifverhandlung auf die Bundesebene vertagt worden. Beide Seiten hatten nicht mit einer Einigung auf regionaler Ebene gerechnet, hieß es. dpa/eb