Wie viele Beschäftigte tatsächlich bis Ende Januar mit einer Abfindung aus dem Konzern ausscheiden würden, könne man noch nicht sagen. In den deutschen Opelwerken sollen 6500 Mitarbeiter freiwillig eine Abfindung annehmen.
Nach Worten des Leiters der Personalkommission, Lothar Marquardt, droht ein Skandal um die angebotenen hohen Abfindungen. "Altgediente Beschäftigte mit hohen Abfindungsansprüchen, die sich für ein freiwilliges Ausscheiden interessiert haben, sind von der Personalabteilung in Bochum vertröstet worden", sagte er. Hintergrund sei ein zu geringes Budget für die Abfindungen. "Die Nerven liegen blank."
Der Gesamtbetriebsrat und die Unternehmensspitze widersprachen dieser Darstellung. "Von einem Abfindungsskandal kann man überhaupt nicht reden", sagte Franz. In den vergangenen Wochen seien tatsächlich einige interessierte Mitarbeiter abgewiesen worden. "Das waren rein betriebswirtschaftliche Gründe. Die Funktionsfähigkeit des Unternehmens muss gewährleistet bleiben." Es könnten nicht alle Mitarbeiter einer Abteilung das Unternehmen verlassen. "Beim Alter machen wir keine Unterschiede", betonte ein Opel-Sprecher. Wenn sich zu wenige Mitarbeiter melden, muss eine Einigungsstelle unter einem Arbeitsrichter eine Lösung finden. (dpa/B.M.)