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| 01:02 Uhr

Ökolandwirte aus Grenzregion wollen zusammenarbeiten

Görlitz.. Sächsische und polnische Ökolandwirte suchen seit gestern nach Möglichkeiten für grenzüberschreitende Kooperationen.

"Wir haben gemeinsam das Problem, dass wir uns wappnen müssen gegen Importe aus anderen Regionen", sagte Bernhard Jansen, Geschäftsführer des Veranstalters Eko Connect, in Görlitz. In der Neißestadt trafen sich rund 50 Vertreter der Ökobranche, um erste Kontakte zu knüpfen. Das Treffen bildete den Auftakt zu einem von der EU geförderten Projekt für die Euroregion Neiße.
In Polen erlebt der Ökolandbau einen Boom. Vor allem dank gestiegener finanzieller Förderung stellen viele Betriebe von konventioneller Landwirtschaft auf Öko um. In der Grenzregion zu Sachsen gebe es inzwischen 76 zertifizierte Betriebe, sagte der Direktor des Niederschlesischen Landwirtschaftsberatungszentrums, Roman Sniady. Allerdings mangle es an der Vermarktung der Produkte und an ökologischen Verarbeitern. "Es gibt keine Ökomühle, keinen ökologischen Nudelhersteller und keine ökologische Molkerei."
Für den sächsischen Teil der Euroregion bezifferte Jansen die Zahl der landwirtschaftlichen Ökobetriebe auf 19. Sächsische Ökoprodukte in polnischen Geschäften seien - wie auch umgekehrt - bislang die absolute Ausnahme. (dpa/sh)