Sollte die Erholung nicht rasch an Fahrt gewinnen, sei im vierten Quartal 2010 mit einem Anstieg der Arbeitslosenquote auf 11,8 Prozent zu rechnen. Die Arbeitslosenzahl läge den OECD-Schätzungen nach dann bei rund fünf Millionen. Bislang ist die Arbeitslosigkeit den Angaben zufolge in Deutschland weniger stark gestiegen als in anderen Industrieländern. Während die Erwerbslosigkeit in allen OECD-Ländern im Juli mit durchschnittlich 8,5 Prozent den höchsten Wert der Nachkriegszeit erreicht habe, habe sie in Deutschland bei 7,7 Prozent gelegen. In den 19 EU-Staaten, die der OECD angehören, habe die Arbeitslosenquote im Juli sogar bei durchschnittlich 9,3 Prozent gelegen. Bei der Langzeitarbeitslosigkeit liegt Deutschland den Angaben zufolge aber deutlich über dem OECD-Durchschnitt. So hätten 2008 mehr als 50 Prozent der Arbeitslosen angegeben, dass sie seit mehr als einem Jahr nach einem Job suchen, im OECD-Schnitt seien es nur 26 Prozent gewesen. dpa/ddp.djn/feg