Auch die Qualität der dunklen Beeren in puncto Geschmack und Inhaltsstoffe sei sehr gut. Während im heißen und trockenen Sommer 2015 viele Beeren an den Sträuchern vertrockneten, hat der Mix aus Sonne und Regen in diesem Jahr den Früchten gutgetan.

Insgesamt wurden rund 600 Tonnen Aronia-Beeren bei den Anbaupartnern von Aronia-Original im Spreewald, in Coswig und Meißen sowie einer kleineren Anlage in Hessen geerntet. Im Vorjahr waren es 250 Tonnen. Nach gut drei Wochen ist die Aronia-Ernte damit abgeschlossen.

"Die Beeren sind alle schon verarbeitet", berichtete Holzmüller. In den meisten Fällen passiere das innerhalb weniger Stunden. Das sei eine logistische Herausforderung. Die meisten Beeren werden gepresst und zu Saft verarbeitet; ein Teil der Früchte wird auch getrocknet. Der erste Aronia-Saft aus diesem Jahr komme jetzt in den Handel, hieß es.

Mit Sorge indes betrachten Vermarkter und Obstbauern die aus Asien stammende Kirschessigfliege, die in den Plantagen große Schäden anrichten kann und sich ausbreitet. "In diesem Jahr haben wir noch Glück gehabt", sagte Holzmüller. Gerade für Bio-Früchte gebe es aber noch kein probates Mittel. "Die Kirschessigfliege kann komplette Ernten vernichten."

In Sachsen, dem wichtigsten Anbaugebiet in Deutschland, wuchsen die dunklen Früchte 2015 auf einer Fläche von gut 140 Hektar, gefolgt von Brandenburg (88 Hektar), Bayern (80 Hektar) und Hessen (25 Hektar). In anderen Bundesländern spielt Aronia in der Landwirtschaft bisher kaum eine Rolle.