Weltweit hatte Nokia Siemens Networks (NSN) zuletzt rund 74 000 Beschäftigte.

Das Geschäft werde komplett auf schnelle mobile Internet-Netze ausgerichtet, kündigte das Gemeinschaftsunternehmen von Nokia und Siemens am Mittwoch an. Andere Unternehmensbereiche wie etwa das Festnetz-Geschäft werden weichen müssen. Die jährlichen Ausgaben sollen bis Ende 2013 um eine Milliarde Euro gekappt werden.

Erst im September dieses Jahres mussten Nokia und Siemens eine Milliarde Euro in das Unternehmen zuschießen. Ein Versuch, NSN zu verkaufen, wurde im Sommer aufgegeben. In der Vergangenheit gab es immer wieder Berichte, wonach Nokia und Siemens einen Ausstieg aus dem Joint-Venture erwogen hätten. Auch ein Börsengang wurde diskutiert.

Die Zukunft der Industrie liege in mobilen Breitband-Netzen und -Diensten – „und wir wollen in diesen Bereichen unumstritten führend sein“, erklärte NSN-Chef Rajeev Nuri. Zugleich müsse man Schritte ergreifen, um konkurrenzfähiger und profitabler zu werden. „Diese geplanten Einschnitte sind bedauerlich, aber notwendig.“