Das sieht ein Entwurf zur Reform des Telekommunikationsgesetzes aus dem Bundeswirtschaftsministerium vor, der gestern bekannt wurde. Konkurrenten beklagen seit Jahren, dass die Telekom Missbrauchsentscheidungen der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post nur mit großer Verspätung umsetzt. Dem Gesetzentwurf zufolge sollen künftig während dieser Verzögerung durch den Ex-Monopolisten erwirtschaftete Gewinne nachträglich abgeschöpft werden. Dies gilt auch für andere Unternehmen in Monopolstellung. Machen sie Gewinne durch verzögerte Umsetzung amtlicher Entscheidungen, dann kann die Regulierungsbehörde anordnen, "dass das Unternehmen einen diesem Mehrerlös entsprechenden Geldbetrag an die Regulierungsbehörde abführt", heißt es in dem Entwurf. (afp/rb)