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| 15:20 Uhr

Medien
Neue Pressegesellschaft will die LR kaufen

Cottbus. Mutterkonzern der Märkischen Oderzeitung kündigt die beabsichtigte Übernahme des Cottbuser Medienhauses an. 

Die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG mit Hauptsitz in Ulm beabsichtigt, über ihre Tochtergesellschaft Märkisches Medienhaus in Frankfurt (Oder) die bisher zur Mediengruppe Saarbrücker Zeitung gehörende Lausitzer Rundschau vollständig zu erwerben. Darüber haben die Neue Pressegesellschaft (NPG) und die Saarbrücker Zeitung und Verlag Druckerei GmbH am Dienstag gemeinsam informiert.

Mit dem geplanten Erwerb der Lausitzer Rundschau würde die NPG ihre vorhandenen Aktivitäten in Brandenburg stärken, hieß es in der Information weiter. Die NPG gibt über ihr Tochterunternehmen Märkisches Medienhaus in Brandenburg bereits die Märkische Oderzeitung, den Oranienburger Generalanzeiger, den Ruppiner Anzeiger, die Gransee Zeitung, den Hennigsdorfer Generalanzeiger und Wochenblätter heraus. Beide Mediengruppen wollten sich zukünftig im Printbereich noch konsequenter auf ihre regionalen Schwerpunktmärkte konzentrieren.

„Die Lausitzer Rundschau ist ein starkes Medienunternehmen, das nah beim Leser ist. Das passt sehr gut zu uns“, sagte Thomas Brackvogel, Geschäftsführer der NPG: „In der strategischen Ausrichtung sehen wir viele Parallelen zur Neuen Pressegesellschaft und dem Märkischen Medienhaus. Auch wenn beide Häuser ihre redaktionelle Eigenständigkeit bewahren sollen, könnte hier eine starke Stimme für Brandenburg entstehen. Und allein schon durch die räumliche Nähe erwachsen zahlreiche Möglichkeiten, die Märkte – analog wie digital – noch intensiver zu bearbeiten.“

Dr. Joachim Meinhold, Vorsitzender der Geschäftsführung der Saarbrücker Mediengruppe, erklärte: „Mit der NPG haben wir einen starken und verlässlichen Partner gefunden, der mit seinen vielfältigen Aktivitäten in Berlin und Brandenburg über eine sehr gute Basis zur Zukunftssicherung und Weiterentwicklung der Medienhäuser Lausitzer Rundschau und Märkische Oderzeitung verfügt.“ Clemens Braun, Geschäftsführer der Lausitzer Rundschau, sagte: „Die Zusammenarbeit mit der Neuen Pressegesellschaft und dem Märkischen Medienhaus wäre ein starkes publizistisches Signal für die Region. Die Leserinnen und Leser können sich darauf verlassen, dass ihre Heimatzeitung Lausitzer Rundschau und alle digitalen und gedruckten Produkte des LR-Medienhauses weiterhin stets unabhängig, aktuell und bestmöglich über das Geschehen im Süden Brandenburgs und auch im Osten Sachsens informieren.“

Der Anteilserwerb bedarf nach Angaben der Unternehmen noch der Zustimmung der Gremien der Saarbrücker Mediengruppe und des Bundeskartellamts. Beide Parteien hätten sich abschließend hinsichtlich der Transaktion verständigt; über Details sei Stillschweigen vereinbart worden.

(red)