Vom Abbau und Verstromen der Lausitzer Kohle sind mehr als drei Prozent aller Beschäftigten der Region abhängig. Auch das langsame Wirtschaftswachstum ist hauptsächlich den „qualitativ überwiegend sehr hochwertigen Beschäftigungsverhältnissen“ geschuldet. Der Abbau von Arbeitsplätzen im Tagebau und im Kraftwerk Jänschwalde, in dem jetzt der erste von zwei Blöcken vom Netz in die Sicherheitsreserve genommen wurde, ist noch immer alternativlos. Der Zukunftsplan steht aus, der Unmut wächst.

Experten der Berliner Denkfabrik Agora, die nach mehrheitsfähigen Kompromissen beim Umbau des Stromsektors in der eingeleiteten Energiewende suchen, haben Ideen für die Lausitz. Dr. Patrick Graichen behauptet, ein „großer Sprung nach vorn“ sei möglich. Der Kohleausstieg sei im Revier zwar etwa um sieben Jahre vorgezogen worden, „er passiert aber sowieso“. Mit einem Strukturwandelfonds nach dem Vorbild des Bonn-Berlin-Gesetzes, mit dem der Hauptstadtumzug organisiert und finanziell untersetzt worden ist, sei die Lausitz zukunftsfähig aufzustellen. Der Vorteil der Hauptstadtnähe müsse mit einer Bahnanbindung im Halbstundentakt ausgespielt werden. Forschungsinstitute, die Technologien zur Reduzierung des Kohlendioxd-Ausstoßes von Chemie- und Stahlindustrieanlagen entwickelten, gehörten in die Lausitz.

Für die Zukunft nach der Kohle Die Gefahr des Absturzes der Lausitz ist da

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