Am Sonntag den 9. Mai ist Muttertag. Auch in diesem Jahr werden coronabedingt viele Familien auf Abstand bleiben und Blumen lieber schicken als selber vorbeibringen. Egal ob online oder persönlich: Am besten kümmert man sich rechtzeitig.

Muttertag am 9. Mai: Bestellungen im Blumengeschäft rechtzeitig abgeben

So sollten Bestellungen im Blumengeschäft aufgrund der großen Nachfrage am besten schon am Anfang der Muttertagswoche erfolgen, rät Nicola Fink vom Fachverband Deutscher Floristen. So können Wartezeiten aufgrund von Hygieneverordnungen entsprechend verkürzt werden. Wer die Blumenarrangements über den Floristen seines Vertrauens verschicken will, für den kann sich ein Blick auf die Webseite des Geschäfts in Sachen Annahmefristen lohnen.

Bei Online-Bestellungen von Blumen für den Muttertag auf die Bedingungen achten

Wer im Internet Blumen bestellt, sollte auf jeden Fall auf die Bedingungen achten: Liefert der Anbieter zu einem Wunschtermin? Was kostet dieser Service? Kommen die Blumen trotz fester Zusage verspätet, kann der Kaufpreis zurückverlangt werden, erklärt die Verbraucherzentrale Brandenburg. Wer einen Blumenstrauß per Online-Bestellung und per Kurierdienst verschicken will, sollte beachten: Am Sonntag gelten deutlich höhere Versandgebühren als beispielsweise am Samstag. Damit die Blumen auch pünktlich beim Empfänger ankommen, sollte erfahrungsgemäß die Bestellung bis spätestens Donnerstagvormittag aufgegeben worden sein. Dann ist in der Regel eine garantierte Lieferung bis Samstag möglich.
Einen grundsätzlichen Anspruch darauf, dass der Blumenstrauß so aussieht, wie auf den Bildern, gibt es aber nicht. Oft werden auf den Homepages nur Beispielfotos für die zu liefernden Blumensträuße gezeigt. Händler behalten sich zudem bei gemischten Sträußen oft auch vertraglich Änderungen vor, je nach Verfügbarkeit der einzelnen Blumenarten.

Muttertag am 9. Mai: Wo kann ich am Sonntag noch Blumen kaufen?

Gartencenter, Blumenläden und Floristen sind trotz Einführung der Bundes-Notbremse in der Regel uneingeschränkt geöffnet. Einen negativen Test oder einen Termin, um Blumen im Blumenladen oder im Gartencenter zu kaufen, brauchen Verbraucher nicht. In der Regel sind die Läden am Sonntag von 8 Uhr bis circa 13 Uhr geöffnet. Es kann regionale Unterschiede geben. An Muttertag gelten bundesweit erweiterte Öffnungszeiten von Blumenläden. Und wer zu spät aufgestanden ist: Tankstellen zählen neben Blumenläden an Muttertag zu einer wichtigen Anlaufstelle für Last-Minute-Käufer.

Luftige und natürliche Sträuße sind für den Muttertag 2021 im Trend

Alle, die ihren Strauß lieber persönlich vorbeibringen wollen, können im Fachgeschäft ihre Schnittblumen ein paar Tage vorher kaufen, da viele Blumen ihre Blütenpracht erst später entfalten, so Fink. Luftige und natürliche Sträuße in Violett-Tönen von Lila über Rosa bis hin zu Purpur lägen derzeit besonders im Trend.
Frisches Grün, Eukalyptus und zarte junge Zweige von der Eiche oder Hainbuche sehen sehr natürlich aus, Wildkräuter wie Kerbel und Fenchel setzen duftige Akzente. Als Alternative zum Strauß kommen immer häufiger veredelte Topfpflanzen ins Spiel - etwa hochwertige Schmetterlingsorchideen in den Trend-Violett-Tönen, erläutert die Fachfrau.

Bei der Wahl der Blumen für den Muttertag auch an die Insekten denken

Über 230 Millionen Euro geben die Deutschen im Schnitt am Muttertag für Blumen aus (so der Handelsverband Deutschland). „Wenn Sie Blumen schenken, denken Sie doch auch an die Wildtiere“, rät die Deutsche Wildtier Stiftung. Darauf sollte man beim Blumenkauf achten:
  • Immer wenn ein lateinischer Art Name den Zusatz „fl. pl.“ (lateinisch für „flore pleno“ = "mit voller Blüte") trägt, ist Vorsicht geboten. Dann handelt es sich um gezüchtete Blütenformen, die Insekten wie Schmetterlingen weder Nektar noch Pollen bieten.
  • „Gefüllte Blüten finden sich häufig bei Chrysanthemen, Dahlien, Rosen und Pfingstrosen; ihr Nutzen für Insekten ist gleich null“, sagt Manuel Pützstück, Wildbienenexperte der Deutschen Wildtier Stiftung.
  • Blüten mit nur einem Blütenkranz und sichtbaren Staubgefäßen sind dagegen ideal.
  • Wählen Sie als Alternative zur Rose farbenprächtige Wiesenblumen wie die gelbe Margerite, violette Küchenschelle oder zartrosa Glockenblumen.
  • Kaufen Sie Topfblumen statt Schnittblumen. Topfblumen landen nicht schon nach wenigen Tagen vertrocknet in der Tonne.
  • Außerdem locken die richtigen Topfblumen schon auf kleinen Balkonen und im Gartenbeet Insekten an und bieten ihnen Nahrung.
  • Wählen Sie als „Futterblumen“ zum Beispiel Verbenen-Gewächse für Schmetterlinge, den Natternkopf für Wildbienen und Glockenblumengewächse für Hummeln.
  • „Die Insekten werden es Ihnen danken, denn noch sind die Nächte oft kalt und die Natur ist noch nicht voll erblüht“, sagt Manuel Pützstück. Parks und Gärten bieten noch keine ausreichende Vielfalt an Nahrungspflanzen für Hummeln und Co.