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| 19:13 Uhr

Retro-Roller
Münchner Start-up bläst „Schwalben“-Börsengang ab

Das Münchner Startup Govecs hat mit seiner elektrischen Neuauflage der „Schwalbe“ auf einen Höhenflug an der Börse gehofft.
Das Münchner Startup Govecs hat mit seiner elektrischen Neuauflage der „Schwalbe“ auf einen Höhenflug an der Börse gehofft. FOTO: dpa / Stephan Jansen
München. Knapp drei Jahrzehnte nach dem Mauerfall sollte die „Schwalbe“ zu einem neuen Höhenflug ansetzen – doch der ist vorerst ausgeblieben. Das Münchner Start-up Govecs wollte an diesem Dienstag mit einer elektrischen Neuauflage des ehedem in Millionenstückzahl produzierten DDR-Kleinkraftrads an die Börse gehen. dpa

Doch die Nachfrage hielt sich ganz offensichtlich in Grenzen. Der Börsengang ist nun wegen des „schwierigen Marktumfelds“ auf unbestimmte Zeit verschoben. „Der Zweiradmarkt wächst“, sagte Govecs-Chef Thomas Grübel. „Der Trend hat klar mit der Urbanisierung zu tun.“ Bei Benzinrollern gebe es in der EU ein jährliches Wachstum der Zulassungszahlen von sieben Prozent. „Bei Elektrorollern sind es mehr als 70 Prozent, wenn auch von einer wesentlich niedrigeren Basis aus.“ Der Börsengang sollte das Geld für eine neue Fabrik für die E-Schwalbe in Polen bringen.

Doch der Wettbewerb ist hart – und die Konkurrenz sehr viel umsatzstärker: Ein ehrgeiziger Konkurrent der Schwalbe ist der Büffel, so die deutsche Übersetzung des chinesischen Wortes „Niu“. Der gleichnamige Elektroroller-Hersteller aus der Volksrepublik hat nach eigenen Angaben auf seinem Heimatmarkt bereits mehr als 300 000 Exemplare verkauft, nun will Niu Europa erobern.