(dpa/roe) Städtetagspräsident Markus Lewe hat die Bundesregierung zu verstärkten Anstrengungen beim Ausbau der Ladeinfrastruktur für Elektroautos aufgefordert. Der Oberbürgermeister von Münster sagte der Deutschen Presse-Agentur: „Emissionsfreie Mobilität in den Städten zu fördern ist dringend notwendig, damit Deutschland seinen Klimazielen im Verkehr 2030 näher kommt.“ Die Städte seien mit dem bisherigen Aufbau von öffentlich zugänglichen Ladesäulen bereits in Vorleistung gegangen. Um mit dem erwarteten Anstieg beim Verkauf von Elektrofahrzeugen Schritt zu halten, müssten weitere Lademöglichkeiten installiert werden.

Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) hatte für ein Förderprogramm für private Ladestationen für den Haushalt 2020 eine Milliarde Euro zusätzlich gefordert.

Lewe sagte, neben privaten Ladestationen sollten auch Ladeeinrichtungen für den ÖPNV, neue Elektrobusse und städtische Flotten gefördert werden. „Denn mit dem ÖPNV können bedeutend mehr Personen von der elektrischen Fahrleistung profitieren als bei der Fahrt im eigenen Pkw.“ Nicht nur den Eigenheim- und Garagenbesitzern sollte das Laden von eigenen Elektrofahrzeugen ermöglicht werden, sondern auch großen Teilen der städtischen Bevölkerung in Mietwohnungen. „Das Ziel ist eine nachhaltige städtische Mobilität für alle.“

Die Förderung sollte allen Städten zugänglich sein, nicht nur denen mit hohen Stickoxid-Werten, sagte Lewe. „Bei der Ladeinfrastruktur für private Elektrofahrzeuge darf das Laden am Wohnort und in der Arbeitsstätte nicht zu kurz kommen.“ Dazu müssten schnellstmöglich rechtliche Hindernisse beseitigt und Private zum Aufbau jenseits der öffentlichen Ladesäulen ermutigt werden.