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| 10:20 Uhr

Berlin
Minister Scheuer setzt Daimler-Chef eine neue Frist

Berlin. Die Bundesregierung will von Daimler-Chef Dieter Zetsche schnell Klarheit über das Ausmaß möglicher Diesel-Schummelsoftware in Mercedes-Benz-Fahrzeugen. Verkehrsminister Andreas Scheuer erklärte nach einem Treffen mit Zetsche, in einem vertieften Austausch solle ermittelt werden, wie viele Modelle genau betroffen seien. Der CSU-Politiker setzt Zetsche eine Frist: "Bei einem weiteren Treffen in 14 Tagen werden die konkreten Ergebnisse auf dem Tisch liegen." Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) hatte vorige Woche einen Rückruf vom Mercedes-Van Vito wegen einer unzulässigen Abschalteinrichtung bei der Abgasreinigung angeordnet.

Das KBA prüft weitere verdächtige Mercedes-Modelle. Laut "Spiegel" könnten auch die C-Klasse und SUVs der G-Baureihe und damit insgesamt mehr als 600.000 Pkw betroffen sein. "Es war ein gutes Gespräch, wir sehen uns in 14 Tagen wieder", sagte Zetsche beim Verlassen des Ministeriums. Daimler ist zum Rückruf bereit, bestreitet aber, dass es sich um eine rechtlich nicht zulässige Funktion handelt.

(rtr)