Sie beinhaltet nach Angaben der Rechtsanwaltsgesellschaft Schultze & Braun Schadenersatzforderungen von einer Milliarde Euro.
Die von Flowtex geprellten Banken und Leasinggesellschaften wollen mit der 230 Seiten umfassenden Sammelklage das Land wegen des erlittenen Schadens zur Verantwortung ziehen. Sie legen den Finanzbehörden Amtsmissbrauch zur Last. Denn die Karlsruher Finanzverwaltung habe schon 1996 von den Scheingeschäften gewusst und die Erkenntnisse entgegen ihrer Pflicht nicht an die zuständige Staatsanwaltschaft weitergeleitet.
Der Flowtex-Skandal war erst im Jahr 2000 aufgedeckt worden. Er steht für den größten Wirtschaftsbetrug in der Geschichte der Bundesrepublik. Die Ettlinger Firmengruppe hatte über Jahre hinweg mit nicht existenten Horizontalbohrmaschinen gehandelt und dabei Banken und Leasinggesellschaften um rund zwei Milliarden Euro geprellt. (ddp.vwd/B.M.)