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| 02:33 Uhr

Milchbauern kämpfen in Berlin für höhere Preise

Berlin. Etwa 7000 Milchbauern aus ganz Deutschland haben gestern in Berlin für höhere Anbieterpreise demonstriert.

"Die Verantwortung liegt jetzt bei der Politik", sagte der Vorsitzende des Bundesverbands Deutscher Milchviehhalter, Romuald Schaber. Er sieht die Preise vor neuen Verhandlungen zwischen Molkereien und Handel unter Druck. Agrarminister Horst Seehofer (CSU), der Bundestag und die Länder müssten für Aktionen zur Senkung der Milchmenge sorgen. Die Milchviehhalter hoffen, dass dann die Preise steigen.

Die Milchviehhalter hatten im Mai und Juni mit einem Lieferstopp höhere Anbieterpreise erzwingen wollen. Mehrere Einzelhandelsketten verteuerten daraufhin die Verbraucherpreise für Produkte wie Butter. Die Milchbauern bekamen von den Molkereien bisher nur wenig mehr. Ein Milchbauer erhält derzeit 33,6 Cent pro Liter, der Verband der Milchviehhalter fordert 43 Cent. Seehofer, Länder, Industrie und Bauern hatten im Juli vereinbart, Aktionen zu prüfen, um die Milchmenge zu senken. Der Bundesrat berät demnächst darüber, die Verrechnung zwischen Molkereien von zu viel und zu wenig Milchlieferung abzuschaffen. Am kommenden Montag tagen Experten der Länder. dpa/ck