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Mifa-Rettung in Sicht

Sangerhausen. Beim vom Aus bedrohten insolventen Fahrradhersteller Mifa in Sangerhausen ist eine Rettung in Sicht, den verbliebenen 130 Mitarbeitern wird aber trotzdem gekündigt. Das sei eine vorsorgliche Maßnahme, um bei einem möglichen Platzen der Verhandlungen mit einem neuen Interessenten alle Fristen zu wahren, sagte ein Sprecher von Insolvenzverwalter Lucas Flöther am Mittwoch. dpa/kr

Hintergrund der Kündigungen zum Monatsende ist eine Frist der Gläubiger. Sie gaben Flöther nur bis zu diesem Freitag Zeit, um eine Investorenlösung für den traditionsreichen Fahrradbauer zu präsentieren. Bis zum Ablauf der Frist werde es aber noch kein Verhandlungsergebnis geben, so der Insolvenzverwalter.

Über die neuen Entwicklungen wurden die Mifa-Mitarbeiter am Mittwochvormittag auf einer Versammlung informiert. Freigestellt würden die Beschäftigten nicht, die Produktion laufe im Juli weiter, hieß es. Mifa hatte Anfang des Jahres zum wiederholten Mal Insolvenz angemeldet. Die Belegschaft schrumpfte seither von mehr als 500 auf knapp 130 Beschäftigte.