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Mifa-Interessent rettete bereits "Trabi"-Hersteller

Sangerhausen/Zwickau. Der insolvente Fahrradhersteller Mifa soll im Fall einer Rettung in die alten Werkshallen in Sangerhausen zurückziehen. Das kündigte der potenzielle Käufer, der Unternehmer Stefan Zubcic, am Montag an. dpa/sm

Erst vor wenigen Tagen war bekannt geworden, dass es einen neuen Bieter für den traditionsreichen Betrieb gibt. Zubcic ist ein Manager und Unternehmer aus Coburg. Er hatte vor drei Jahren bereits Teile des insolventen Herstellers des DDR-Kultautos "Trabi", Sachsenring aus Zwickau, gerettet. Mit der Sachsenring-Gruppe will Zubcic jetzt bei Mifa einsteigen. Die Verhandlungen sind nach Angaben von Insolvenzverwalter Lucas Flöther weit fortgeschritten.

Mifa hatte Anfang des Jahres zum zweiten Mal binnen zweieinhalb Jahren Insolvenz angemeldet. Seitdem sucht Flöther einen Investor. Eine Sanierung in Eigenregie scheiterte, Alt-Eigentümer Heinrich von Nathusius und die bayerische Unternehmerfamilie Puello kamen nicht zum Zug. Die Mifa-Belegschaft wurde auf 130 Beschäftigte verkleinert, es wird aber weiter produziert. Zubcic war im August 2014 bei Sachsenring eingestiegen und hatte den Teil Karosseriebau mit 26 Mitarbeiterin in Zwickau vor der Pleite bewahrt.