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Wegen Dalai-Lama-Zitat
Mercedes hat in China Ärger wegen Instagram-Werbepost

Mercedes löschte den Post bei Instagram nach der Kritik umgehend.
Mercedes löschte den Post bei Instagram nach der Kritik umgehend. FOTO: dpa, ude htf
Der Instagram-Post "Betrachte Situationen von allen Seiten und Du wirst offener", ein Zitat des Dalai-Lamas, hat Mercedes in China Ärger bereitet. Der Autobauer entschuldigte bei chinesischen Konsumenten für den Werbebeitrag, in dem außer einem Oberklassewagen der Spruch des religiösen Oberhaupts der Tibeter zu lesen war.

Aus Sicht Pekings ist der Dalai-Lama Vertreter einer separatistischen Bewegung, das 1950 von China annektierte Tibet gehört demnach zum chinesischen Staatsgebiet. Mercedes hatte den Beitrag am Montag auf Instagram veröffentlicht und sich damit rasch Kritik chinesischer Internet-Nutzer eingehandelt. Der Post sei umgehend gelöscht worden, teilte der Autobauer mit.

"Wir werden umgehend Schritte unternehmen, um unser Verständnis der chinesischen Kultur und Werte zu vertiefen", hieß es weiter. Dies gelte auch für internationale Mitarbeiter und solle sicherstellen, dass ein solcher Vorfall nicht wieder vorkomme.

China ist der mit Abstand größte Einzelmarkt von Mercedes, der Oberklasse-Marke von Daimler. Auch andere Firmen wie die US-Fluggesellschaft Delta oder die spanische Bekleidungskette Zara hatten zuletzt den Zorn chinesischer Verbraucher und Behörden mit Internet-Einträgen auf sich gezogen.

(gaa)