Über eine spontane Recherche – für einen Freund, natürlich – zu Einkaufsmöglichkeiten für Nasenhaartrimmer bin ich auf verstörende Umfragen gestoßen. Thema: Weihnachtsgeschenke. Demnach gehören solche Schönheitsprodukte für den Mann definitiv zu den miesesten Geschenken.

Je nachdem, welche Studie man konsultiert, kommen nur noch Pullover, Socken und Krawatten schlechter bei Beschenkten an. Es gibt viele weitere Geschenke-Fallen: Das offenbart eine Umfrage des Partnervermittlungsportals ElitePartner von 2017. Dieser zufolge wollen die meisten Befragten, egal ob Frauen oder Männer auf keinen Fall eine Waage (am besten noch mit Messung des Körperfettanteils) geschenkt haben, aber auch keinen Toaster oder einen Hamster. „Nein danke“ sagt eine deutliche Mehrheit ebenso zum geschenkten Urlaub mit den Schwiegereltern oder zu Blumenvasen. Auf solche Desaster unterm Tannenbaum geht vermutlich der Ausruf „Das ist ja eine schöne Bescherung!“ zurück.

Was also tun? Eine der jüngsten mir bekannten Umfragen, veranstaltet von der Unternehmensberatung EY, hat ergeben, dass Sie mit Süßigkeiten nicht viel falsch machen können – außer, Sie verschenken die Pralinen weiter, die Sie selbst einst (war das jetzt Weihnachten 2014?) überreicht bekamen. Oder der Beschenkte mag wie der Autor dieser Zeilen kein Fondant. Dann kommt Bares infrage. Männer stehen auf Geld, Frauen auf Kosmetika und Pafüms, so die EY-Geschenke-Rangliste. Und die beiden Geschlechter kommen demnach mit Gutscheinen sehr gut klar. Das ist ja ohnehin der Trend. Muss man nicht mal mehr verpacken, wie praktisch. Das sichert den Frieden an Heiligabend, ist aber auch einfallslos. Daher mein Tipp: Lassen Sie sich beim nächsten Stadtbummel im Einzelhandel inspirieren. Sie werden dort nicht allein sein. Denn, so die EY-Umfrage: Gut die Hälfte der Menschen in Deutschland beginnt mit dem Geschenkekauf erst im Dezember.