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Änderungen im Fernverkehr 2018
Berlin – München in knapp vier Stunden

Ein ICE-Sprinter stand am Montag in Erfurt vor einer Testfahrt auf der Neubaustrecke Erfurt - Bamberg im Bahnhof.
Ein ICE-Sprinter stand am Montag in Erfurt vor einer Testfahrt auf der Neubaustrecke Erfurt - Bamberg im Bahnhof. FOTO: Martin Schutt / dpa
Berlin. Die Deutsche Bahn hat jetzt ihre Änderungen zum Fahrplanwechsel am 10. Dezember bekanntgegeben. Die Schnellfahrstrecke Berlin – München komplettiert das deutsche Hochgeschwindigkeitsnetz im Osten. Von Frank Hilbert

Zum Fahrplanwechsel am 10. Dezember wird die Bahn bis zu zwei Stunden schneller als heute (sechs Stunden) zwischen Berlin, Mitteldeutschland und Bayern sein, teilt die Deutsche Bahn mit. Dreimal am Tag und pro Richtung fährt der ICE Sprinter die Strecke von Berlin nach München unter vier Stunden in 3 Stunden 55 Minuten, die Takt-ICE fahren stündlich in rund 4,5 Stunden auf dieser Relation. Auch die Verbindung von Berlin nach Nürnberg wird sich von heute rund 5 Stunden Fahrzeit auf 3 Stunden 20 Minuten reduzieren.

Neue umsteigefreie Direktverbindungen werden beispielsweise von Berlin nach Halle (14 statt bisher 6 pro Tag und Richtung), Erfurt (stündliche Direktverbindungen, teilweise annähernd Halbstundentakt) und Frankfurt angeboten. Auf dieser Verbindung wird es künftig bis zu zwei ICE-Fahrten pro Stunde geben. Damit steigt die Zahl der Direktverbindungen zwischen den beiden Metropolen um 30 Prozent. Die ICE Sprinter-Linie Frankfurt – Berlin (Fahrzeit ca. 3 Stunden 55 Minuten) wird von vier auf fünf Fahrtenpaare ausgeweitet und führt über Erfurt und Halle.

Neu ist auch ein nächtlicher ICE-Zug, der im Sommer (1. Juni bis 30. Sepetmber) täglich und ganzjährig in der Nacht von Sonntag auf Montag auf der Relation Berlin (ab 21.28 Uhr/an 7.58 Uhr) – Stuttgart – München (an 7.31 Uhr/ab 21.51 Uhr) verkehrt.

Auch Mecklenburg-Vorpommern profitiert von der Neubaustrecke: So fährt auf der Strecke Binz/Stralsund – Prenzlau – Berlin weiterhin ein ICE-Zugpaar von/nach München – allerdings rund 1,5 Stunden schneller als bisher. Weiterhin sind auch zwei IC-Zugpaare am Tag als Shuttle zwischen Stralsund und Berlin mit dortigem ICE-Anschluss unterwegs. Von Rostock ist der ICE auf der Verbindung über Neustrelitz, Berlin, nach München am Wochenende ebenfalls rund 1,5 Stunden schneller. Auch neu ist eine nächtliche ICE-Direktverbindung an Samstagen im Hochsommer von/nach Binz – Rostock – Berlin – Köln.

Der Ausbau der Strecke Berlin – Dresden auf 160 km/h ist abgeschlossen und die zweistündlichen EC-Züge von Dresden fahren bis zu 15 Minuten schneller in 1 Stunde 50 Minuten nach Berlin. Ab Sommer sind die EC-Züge von Berlin nach Prag und Gegenrichtung ca. 10 bis 25 Minuten schneller durch den Streckenausbau und Einsatz CZ-Mehrsystemloks unterwegs. In Elsterwerda werden viermal am Tag in Pendler-Lagen IC-Halte eingerichtet. Weitere Fahrzeitverkürzungen wird es mit dem ETCS-Ausbau auf 200 km/h und der Dresdner Bahn geben. Ziel ist eine Fahrzeit von 90 Minuten Berlin – Dresden.

Buchungsstart für das neue Fahrplanangebot ist der 17. Oktober. Wer bis zum 9. Dezember seine Reise bucht, fährt noch zu den alten Preisen, betont die Deutsche Bahn. Ab 10. Dezember sind die neuen Preise auf bahn.de, im DB Navigator, und am DB Automaten hinterlegt. Auskünfte geben dann auch die DB Reisezentren, DB Agenturen und der telefonische Reiseservice unter 01806 99 66 33 (20 Cent pro Anruf, Mobilfunk max. 60 Cent).