Der Geschäftsführer der VNG Verwaltungs- und Beteiligungsgesellschaft (VuB), Andreas Reinhardt, warf Hauptaktionär Ewe aus Oldenburg gestern vor, den Zusammenschluss der in der VuB gebündelten Beteiligungen der zwölf ostdeutschen kommunalen Anteilseigner sprengen zu wollen. Gelinge dies, rutschten deren Anteile unter 25 Prozent, die kommunalen Eigner verlören ihre Sperrminorität.
Deshalb habe die VuB den Konsortialvertrag mit Ewe außerordentlich gekündigt. Der Vertrag regelt die Zusammenarbeit beider Seiten. Nun gebe es wieder eine neue Ausgangsbasis, sagte Reinhardt. Die Oldenburger halten derzeit knapp 48 Prozent. Sie kündigten eine Klage und Schadenersatzforderungen an. Reinhardt warf Ewe vor, "hinter dem Rücken der VuB" die Stadtwerke Jena-Pößneck aus dem kommunalen Bündnis herauskaufen zu wollen. Damit verstoße Ewe gegen den Konsortialvertrag. "Dies widerstrebt der VNG sowie der Landes- und Bundespolitik", sagte Reinhardt. "Die Unabhängigkeit der VNG ist ein wesentlicher Punkt." (dpa/B.M.)