Mit dem ersten Karrieretag für Luft- und Raumfahrt warben die sächsischen Firmen der Branche um Fachkräfte. Insgesamt 22 Aussteller präsentierten sich dazu am Dienstag am Dresdner Flughafen. Darunter waren neben Firmen auch Branchenverbände und die Technische Universität Dresden. Ein Ziel der eintägigen Messe sei es gewesen, die Bekanntheit der Firmen zu steigern, um Arbeitskräfte im Freistaat zu halten.

In der Branche in Sachsen gibt es 140 Unternehmen mit 5600 Mitarbeitern. Im vergangenen Jahr erwirtschafteten sie den Angaben zufolge einen Umsatz von 700 Millionen Euro. Mit seinen Bildungseinrichtungen und der Vernetzung zwischen Firmen und Forschung sei der Freistaat gut aufgestellt, sagte Grahnert. Trotzdem schaffe es die Industrie nicht, den Nachwuchs in der Region zu halten. „Ein enormes Potenzial geht verloren“, sagte der Luftfahrtexperte.

Den Angaben zufolge gehen 41 Prozent der sächsischen Universitätsabsolventen aus den branchenrelevanten Studiengängen nach ihrem Abschluss in andere Bundesländer. Jeder dritte Student aus dem Bereich absolviert bereits seine Praktika meist in den großen Branchenzentren in Bayern, Hamburg oder Niedersachsen. Grund sei, dass die sächsische Luft- und Raumfahrtindustrie bei Schülern und Studenten zu wenig bekannt sei. Das liege vor allem daran, dass es sich in Sachsen um kleine und mittelständische Firmen handelt.

Um Arbeitskräfte zu halten oder zurückzugewinnen, „muss man zeigen, was es hier gibt“, erläuterte Grahnert. Beim Karrieretag sollte daher Begeisterung und Interesse für Berufe wie Maschinenbauer oder Wirtschaftsingenieur geweckt und es sollten zugleich die Firmen aus der Branche vorgestellt werden. Denn viele potenzielle Berufseinsteiger wüssten nicht, welche Arbeitsbereiche es etwa im Triebwerksbau, in der Innenausstattung oder in der Umrüstung von Flugzeugen gebe. Den Angaben zufolge ist der Karrieretag der Auftakt für weitere Werbeaktionen. Geplant sei, ein Netzwerk für Jobs in der Luft- und Raumfahrtbranche in Sachsen aufzubauen. Einen zweiten Karrieretag soll es im kommenden Jahr geben.

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