Die "aktuellen weltpolitischen Unwägbarkeiten" ließen auch 2003 einen Rückgang befürchten, sagte Rainer Hert-rich, Präsident des Branchenverbands BDLI, gestern in Berlin. Im günstigsten Fall sei mit einer Stagnation zu rechnen. Nachdem die Zahl der Beschäftigten 2002 erstmals seit fünf Jahren zurückging, sind laut BDLI im laufenden Jahr weitere 4000 Arbeitsplätze in Gefahr. Die Krise der zivilen Luftfahrt werde "frühestens im Jahr 2004 überwunden sein", sagte Hertrich, der zugleich Ko-Chef des europäischen EADS-Konzerns ist.
Allein durch die Pleiten beim Flugzeugbauer Fairchild Dornier und dem Luftschiffhersteller CargoLifter seien 1200 Arbeitsplätze weggefallen, erläuterte BDLI-Geschäftsführer Hans-Joachim Gante. Die Entwicklung des Großraumflugzeugs A380 bei Airbus, aber auch der Bau des Eurofighters und des Militärhubschraubers Tiger hätten größere Einbrüche bei Beschäftigung und Umsatz verhindert. Mit einer Exportquote von gut 72 Prozent und der Beteiligung an vielen multinationalen Projekten sei die deutsche Luft- und Raumfahrtindustrie von der globalen Wirtschaftsflaute besonders hart betroffen, erklärte Hertrich. (afp/maf)