Die Hess Lichttechnik GmbH in Löbau fertigte die Leuchten für die Außenanlagen und den Eingangsbereich des Neubaus. Auch für andere renommierte Objekte stellte das Unternehmen Außenleuchten her, dazu gehören die Walt Disney Concert Hall in Los Angeles, der Vorplatz des UN-Gebäudes in New York oder der Hauptplatz im kasachischen Alma-Ata.
Seit 2000 besteht die Firma im Löbauer Gewerbegebiet West. Die Muttergesellschaft, die Hess Form + Licht GmbH in Villingen-Schwenningen, erwarb damals das Gelände eines früheren Baustoffhandels, um einen neuen Produktionsstandort in der Oberlausitz aufzubauen. Mittlerweile hat sich das Unternehmen so gut am internationalen Mark positioniert, dass das Areal zum zweiten Mal erweitert wird. Bis Herbst 2006 werde der Betrieb für rund drei Millionen Euro ausgebaut, sagt Geschäftsführer Christoph Hess. Mit der Expansion sei das Ziel verbunden, die Zahl der Beschäftigten von derzeit knapp 50 auf bis zu 70 zu erhöhen.
In 40 Ländern strahlen Leuchten von Hess. Mehr als 100 Modelle bietet das Fami- lienunternehmen an. Ergänzt wird das Sortiment durch Begrünungssysteme und Stadtmobiliar wie Sitzbänke, Papierkörbe, Poller und Baumschutzgitter, die im baden-württembergischen Stammwerk gefertigt werden. Damit kann Hess seinen Kunden komplette Pakete für die Gestaltung von Parkanlagen, Grünflächen und Plätzen anbieten. Mehr als 50 Prozent aller Hess-Leuchten werden inzwischen in Löbau gefertigt. Die Leuchten für den US-Markt werden am Produktionsstandort Gaffney (South Carolina) montiert.
In Deutschland bekommt die Firma ihre Aufträge zur Hälfte von kommunalen Auftraggebern. Straßenlampen von Hess illuminieren unter anderem die Altstadt von Bautzen, den Bahnhofsplatz in Zittau, das Areal am Görlitzer City-Center sowie die Prager Straße und den Altmarkt in Dresden. Für 2006 hat die Firma den Auftrag für die Beleuchtung auf dem Postplatz in der sächsischen Landeshauptstadt erhalten. Für den deutschen Markt liefert Hess das Unternehmen etwa 55 Prozent seiner Leuchten.
Angelaufen ist das Geschäft mit der neu entwickelten Straßenleuchte Sera. Im ostsächsischen Cunewalde fand sie bereits Anklang. Die Gemeinde bestellte 15 Leuchten, quasi als Geschenk zur Grundsteinlegung für den Erweiterungsbau. Das Beispiel bestätigt die Einschätzung von Hess, dass sich Kommunen in gewisser Weise verpflichtet fühlen, bei Investitionen einheimische Hersteller auszuwählen. "Wir sind Teil der Region geworden", betont der Unternehmer. Das Werk in Löbau arbeitet mit etwa 50 regionalen Zulieferbetrieben zusammen.