Die Gewinnzone sei ein Jahr früher als geplant erreicht worden. Mit 86 Terawatt wurde am Spotmarkt ein Handelsvolumen erzielt, das 17 Prozent des Jahresstromverbrauchs entspricht.
Im Vorjahr hatte die Börse noch ein Minus von knapp drei Millionen Euro verbucht. Der Umsatz legte im vergangenen Jahr um 47 Prozent auf 23,47 Millionen Euro zu. Die European Energy Exchange (EEX) war nach der Fusion der Frankfurter Strombörse und der Leipziger Stromböse entstanden und 2002 gestartet.
Für 2006 plant die EEX die Ausgliederung des Clearing-Geschäftes in eine Tochtergesellschaft - die European Commodity Clearing Ecc. Das Clearing-Haus wird im Sommer die Arbeit aufnehmen und ist auch für andere europäische Energie-Börsen offen. Kurz vor dem Abschluss stehe ein Abkommen mit der holländischen Strom- und Energiederivatebörse Endex. Angestrebt werde eine europäische Clearing-Lösung für den europäischen Energiemarkt, womit Vorgänge optimiert und Kosten gespart werden könnten. "Wir sind sogar bereit, unter 50 Prozent zu gehen. Unsere Schmerzgrenze liegt bei 25,1 Prozent", sagte Menzel.
Vorgesehen ist außerdem der Einstieg in den börslichen Handel mit Kohlefutures im Mai. Im Oktober soll der Gashandel starten. Menzel ließ allerdings offen, wie genau das erfolgen soll. Die EEX betreibt einen Spot- und einen Terminmarkt für Strom und CO 2 -Emissionsberechtigungen. An der Börse handeln 138 Teilnehmer aus 17 Ländern. (dpa/sh)