ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 14:20 Uhr

Zeitplan für Kohle
Leag weist Gerüchte um Tagebau Welzow-Süd zurück

 Der Tagebau Welzow-Süd
Der Tagebau Welzow-Süd FOTO: Patrick Pleul
Welzow. Gerüchte um die Fortführung des Tagebaus Welzow-Süd in der Lausitz haben nach Aussagen des Tagebau-Betreibers keine Grundlage.

Eine Sprecherin des Lausitzer Bergbauunternehmens Leag hat am Montag aktuelle Spekulationen um neue Pläne zur Fortführung des Tagebaus Welzow-Süd als falsch bezeichnet. In einer Mitteilung der „Allianz für Welzow“ war von „Gerüchten“ die Rede, die in der Region die Runde machten. Danach solle eine Kohle-Bandanlage künftig Welzow und den Stadtteil Proschim trennen. Auf diese Weise könne der Stadtteil Proschim erhalten und das sogenannte „Flugplatzfeld“ abgebaut werden. „An jedem Gerücht ist etwas Wahres dran“, sagte Hannelore Wodtke. Die Vorstellung, dass Proschim zur Insel in der Kohlegrube werden könnte, sei erschreckend.

„Es gibt keine neue Sachlage und keine neuen Pläne oder Entscheidungen zum Tagebau Welzow-Süd“, sagte Leag-Sprecherin Kathi Gerstner auf Anfrage am Montag der RUNDSCHAU. Über die Inanspruchnahme des Teilfelds II im Tagebau Welzow-Süd solle, wie seit Langem angekündigt, im Jahr 2020 entschieden werden. Der Tagebaubetreiber Leag hat die Nutzung des Teilfeldes II in Welzow bisher nicht beantragt. Allerdings steht der Bereich im genehmigten Revierkonzept. Dass dieses Konzept, das bis in die Jahre nach 2040 reicht, noch vollständig umgesetzt werden könnte, ist nach dem Beschluss zum deutschen Kohleausstieg spätestens im Jahr 2038 faktisch ausgeschlossen.

(si)