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Lausitzer Wirtschaft kritisiert steigende Ökostrom-Umlage

Der Strommast einer Hochspannungsleitung mit Sonne und blauem Himmel. Energieversorgung durch Stromleitung.
Der Strommast einer Hochspannungsleitung mit Sonne und blauem Himmel. Energieversorgung durch Stromleitung. FOTO: Fotolia | Erwin Wodicka (52895570)
Cottbus. Stromkunden müssen im kommenden Jahr mit steigenden Preisen rechnen. Grund ist die EEG-Umlage, die von derzeit 6,35 Cent auf 6,88 Cent pro Kilowattstunde angehoben werden soll. Dagegen regt sich Widerstand in der Lausitzer Wirtschaft.

"Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) gehört dringend reformiert. Mit dem Anstieg der EEG-Umlage auf 6,88 Cent pro Kilowattstunde wurde ein neuer Höchstwert erreicht", kritisiert Wolfgang Krüger, Hauptgeschäftsführer der IHK Cottbus. In einer aktuellen Befragung der Industrie- und Handelskammern zum Energiewendebarometer bei über 2100 Unternehmen hätte eine Mehrheit vor steigenden Energiekosten gewarnt. "In der jetzigen Form führt die Umlage dazu, dass die Kosten für unsere Wirtschaft immer weiter steigen. Im internationalen Vergleich entwickeln sich dadurch handfeste Wettbewerbsnachteile für die Unternehmen unserer Region", so Krüger.

Bedingt durch die steigende EEG-Umlage und die höheren Netzentgelte in der Region, erhöhe sich auch die Mehrwertsteuer anteilig. "Diese ständig wachsenden Kostenblöcke werden zunehmend zum Standortnachteil für die Unternehmen am Wirtschaftsstandort Südbrandenburg", klagt die IHK.

Die Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz, Amprion, Tennez und TransnetBW haben am Freitag über den Anstieg der EEG-Umlage informiert. Die Umlage zahlen Verbraucher über die Stromrechnung.wird als Differenz zwischen dem Preis, den Stromerzeuger für ihren Strom bekommen, und den garantierten Abnahmepreisen für Ökostrom berechnet. Je niedriger der Börsenpreis, den Energiekonzerne zahlen müssen, desto höher die Umlage.