Das Wichtigste für ihn: Die Messe hat Zukunft.

Die Erleichterung ist Sven Reichel deutlich anzumerken. Die Idee, eine IT-Messe in Hoyerswerda zu etablieren und damit an den Geist Konrad Zuses anzuknüpfen, ist trotz einiger Startschwierigkeiten gelungen. Ein zartes Pflänzchen ist gesät. Reichel will dazu beitragen, dass dieses Pflänzchen nun Wurzeln schlägt. Deshalb verkündet der Lausitzer bereits kurz nach der Premiere: Es wird eine zweite Auflage geben - wieder in Hoyerswerda. Der Termin steht auch schon fest: der 28. und 29. September 2016, einen Monat früher als zuletzt. Wieder soll die Lausitzhalle Ausrichtungsort sein. Ziel sind diesmal 70 Aussteller, sagt Reichel, doppelt so viele wie diesmal. Wieder soll es eine Fachmesse sein. Am Abend vor dem offiziellen Messestart ist in Brieske ein Abend für Aussteller und geladene Gäste geplant. Damit wird die Zuse-Expo dann länderübergreifend.

In den vergangenen Tagen hat das Messe-Team der Senftenberger Larus GmbH die Premiere aufgearbeitet: "Der Tenor war zu 80 Prozent positiv", sagt Geschäftsführer Sven Reichel. "Es wurde uns bescheinigt, dass es eine gute Idee ist und dass solch eine IT-Messe gebraucht wird." Auf dem Weg und bei der Umsetzung seien ihnen noch etliche Verbesserungsvorschläge von den Ausstellern mit auf den Weg gegeben worden. Sven Reichel nimmt die Kritik an und will an ihr wachsen. Beim Messebau müsse es zum Beispiel deutliche Veränderungen geben, sagt er. Allerdings hätten die Aussteller den Messe-Novizen auch viel Mut gemacht. Ein wichtiges Ziel habe sich erfüllt: "Da waren Ketten, die sich geschlossen haben", sagt Mitorganisator Bernd Tank, "da haben sich Leute vernetzt."

Fürs kommende Jahr will Sven Reichel im Vorfeld klarer definieren, worum es geht. Einerseits sollen mehr IT-Anbieter teilnehmen. Andererseits wollen die Veranstalter auch um mehr qualifizierte Besucher werben. Denn: Die Messe soll Unternehmer aus der Region anlocken, die nach IT-Lösungen suchen. Auf der Messe sollen sie dann diejenigen Anbieter aus der Lausitz finden, die ihnen weiterhelfen können. Ziel ist: Lausitzer Firmen beauftragen Lausitzer IT-Spezialisten. Dies sei in diesem Jahr noch zu wenig klar geworden. Unternehmer sollen während der Zuse-Expo die Möglichkeit haben, einen Anbieter speziell für ihre Bedürfnisse zu finden. Reichel ist überzeugt: "Es gibt alles in der Lausitz. Man muss es nur herauskitzeln."

Ein Kritikpunkt in diesem Jahr waren die Eintrittspreise: 25 Euro haben einige Interessierte abgeschreckt. Für die Zuse-Expo 2016 wollen die Macher den Preis auf 15 Euro absenken, um die Messe für Fachbesucher attraktiver zu machen. Schüler und Studenten sollen weiterhin kostenlos in die Lausitzhalle kommen. Für sie soll die IT-Messe eine Chance sein, sich einen Überblick über das Spektrum der Job-Möglichkeiten zu verschaffen. Für die Aussteller wiederum ist es eine Chance, um sich für Fachkräfte der Zukunft interessant zu machen.

Mehr zur Zuse-Expo unter:

www.zuseexpo.de