Der Cottbuser Wirtschaftsingenieur Rico Witschas und sein Geschäftspartner, der Betriebswirt Oliver Jurke, wollen ab dem nächsten Jahr mit ihrer SportsToolBox zunächst national und dann international durchstarten. Ihre Geschäftsidee: Sie möchten Übungsleitern und Sportlern das Planen, Durchführen und Dokumentieren des Trainings erleichtern. Weg von der Zettelwirtschaft und hin zur webbasierten Software für 15 Sportarten. Der ehemalige Leistungssportler Rico Witschas versichert bei der Präsentation in der Eisenhütte Ortrand, einem von mehr als 100 Lex-Partnern, dass es ihm nicht um den Sieg gehe, auch wenn das Gründergeld die derzeitige Vorgründungsphase unterstützen hilft. Viel wertvoller sei, wie unter der Leitung von Lex-Projektleiter Dr. Wilfried Müller die Experten aus der Wirtschaft, darunter Banker und Unternehmer, die Geschäftsidee beurteilen und welche Hinweise sie geben.

Dr. Hermann Borghorst, Vorsitzender der Wirtschaftsinitiative Lausitz, gibt zu, im neunten Wettbewerbsjahr mit der Anzahl von nur 40 Bewerbern, davon lediglich sieben aus Sachsen, unzufrieden zu sein. Im Vorjahr waren noch 72 Geschäftspläne eingereicht worden. Die Hauptursache sieht er in der zurückgedrehten Förderung für Existenzgründer.

Diese hatte jedoch keine negativen inhaltlichen Auswirkungen. "Die Qualität ist erneut ein Markenzeichen für den Lex", lobt Dr. Borghorst die Businesspläne.

Zu den Nominierten des Gründerwettbewerbs gehört auch die GS Baugesellschaft mbH aus Cottbus. Die Ingenieure Stefan Giebler und Tim Hannewald wollen unter anderem Betonschwimmkörper herstellen. Allein im Lausitzer Seenland sehen sie in den nächsten 15 Jahren ein Investitionspotenzial in die schwimmende Infrastruktur von etwa elf Millionen Euro. Davon wollen sie partizipieren.

Heike Struthoff aus Hoyerswerda tritt als Investorin eines Leuchtturmbauwerkes mit Hotel und Gastronomie am Geierswalder See (Landkreis Bautzen) auf. Das Projekt ist gestartet. Die Eröffnung ist für 2014 vorgesehen.

Dass aus einem verlassenen Freizeitbad wie dem "Splash" in Cottbus keine Ruine werden muss, will Jeanine Schaar mit einem Hallenspielplatz für Kinder und Erwachsene beweisen. Die 30-Jährige hat Architektur an der Hochschule Lausitz studiert und ihr Projekt fünf Jahre, darunter drei Jahre mit Lex-Unterstützung, vorbereitet. 2012 soll das Tobeparadies seine Türen öffnen.

Seit April 2010 sind die Senftenberger Heiko Tänzer und Danilo Trasper mit ihrem Eierlikör "scharfesGelb" auf dem Markt. Sie sind dabei, den Vertrieb bundesweit zu organisieren.

Auf die modebewusste Dame fernab von Modelmaßen setzt Anett Müller aus Cottbus mit ihrer Boutique "SchwungVoll 40-54". Sie biete den Kundinnen ein außergewöhnliches Einkaufserlebnis, verspricht sie.

Lex-Gastgeber Bernd H. Williams-Boock wünscht als Geschäftsführer der gut aufgestellten Ortrander Eisenhütte, dass die angehenden und bereits tätigen Unternehmer die Lausitz weiter voranbringen. Deren Chancen stünden gut, wenn sie Fachkompetenz, Selbstbewusstsein und Erfolgswillen mitbrächten, aber auch das notwendige Bauchgefühl, ohne das ein Unternehmer nicht auskomme.