Es seien zwar Vorzeichen da, dass die Krise auch in der Lausitz ankommt, allerdings sehr viel später und schwächer als andernorts. Nach Angaben der Agentur waren in Südbrandenburg im Februar 46 086 Menschen ohne Job gemeldet, etwa 700 mehr als im Januar. Im Vergleich zum Vorjahresmonat ist die Zahl der Erwerbslosen aber um knapp 3700 gesunken. Die Februar-Arbeitslosenquote ist mit 16,3 Prozent die niedrigste seit 14 Jahren. 2008 lag sie noch bei 17,3 Prozent. Die Job-Angebote haben wieder zugelegt, bleiben aber unter Vorjahresniveau. Nachdem der Agentur im Januar nur etwa 480 Stellen auf dem ersten Arbeitsmarkt gemeldet wurden, waren es jetzt rund 200 mehr. Mit etwa 700 Stellen auf dem ersten Arbeitsmarkt hat auch die Agentur in Bautzen mehr Angebote als im Januar (630) verzeichnet. Die Arbeitslosenquote stieg in Ostsachsen auf 15,7 Prozent, 1,3 Prozent weniger als 2008. Insgesamt wurden der Agentur im Februar 46 556 Menschen ohne Job gemeldet. Das waren 1013 mehr als im Januar, aber knapp 4500 weniger als vor einem Jahr. Agenturchef Dr. Günter Irmscher hofft, "dass der saisonbedingte Anstieg der Arbeitslosigkeit durch das anhaltend kalte Wetter im Februar seinen Höchststand erreicht hat". Im gesamten Freistaat waren 304 422 Männer und Frauen ohne Beschäftigung und damit 7554 mehr als im Januar, teilte die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit in Chemnitz mit. Die Quote kletterte von 13,7 auf 14 Prozent. In Brandenburg waren zum Monatsende 185 566 Menschen erwerbslos gemeldet, wie die Regionaldirektion bekannt gab. Das waren 2305 mehr als vor einem Monat, aber 12 731 weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote erhöhte sich im Vergleich zu Januar um 0,2 auf 13,8 Prozent. Eig. Ber./ck/dpa