Die Gewerkschaft Verdi hat Beschäftigte von Postbank-Filialen in Sachsen, Sachsen-Anhalt, Nord-Thüringen und im südlichen Brandenburg zum Warnstreik aufgerufen. „Wir gehen davon aus, dass ein Großteil der über 60 Filialen geschlossen bleibt“, sagte Verdi-Fachbereichsleiter Marcus Borck. Die Arbeitsniederlegung sollte am Donnerstagnachmittag beginnen und bis Samstag andauern. Etwa 600 Beschäftigte seien zum Warnstreik aufgerufen, sagte Verdi-Sprecher Jörg Förster. Bereits Anfang August hatten rund 450 Postbank-Mitarbeiter in Sachsen und Sachsen-Anhalt bei Warnstreiks ihre Arbeit niedergelegt.

Geldautomaten der Postbank bleiben erreichbar

Die Automaten der Banken seien trotz Arbeitsniederlegung weiterhin verfügbar, sagte eine Sprecherin der Postbank. Die Versorgung mit Bargeld sei somit sichergestellt. Anders das Postgeschäft: Kunden, für die Pakete in einer Postbankfiliale abgegeben wurden, könnten diese nicht abholen, wenn diese Filiale bestreikt werde.

Die Gewerkschaft Verdi möchte neben einer Gehaltsanhebung um 7 Prozent oder mindestens 200 Euro unter anderem eine höhere Ausbildungsvergütung, einen verbindlichen Anspruch auf Altersteilzeit und ein 13. Monatsgehalt für alle Beschäftigten durchsetzen. Auch Gesundheits- und Entlastungstage gehören zu den Forderungen. Die dritte Verhandlungsrunde der Tarifpartner ist für den 9. und 10. September angesetzt.