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| 16:46 Uhr

Leerstand in den Städten
Immer mehr kleine Läden in der Lausitz machen dicht

 Immer mehr kleine Läden in der Lausitz schließen. Zu groß ist die Konkurrenz durch das Internet.
Immer mehr kleine Läden in der Lausitz schließen. Zu groß ist die Konkurrenz durch das Internet. FOTO: dpa / Martin Gerten
Cottbus. Innenstadthändler leiden unter Konkurrenz von Internethandel und Billigketten sowie Nachwuchssorgen. Experten raten Einzelhändlern zu mehr Kreativität und Risiko. Von Christine Keilholz

Die Städte in der Lausitz kämpfen gegen den Leerstand in ihren Ladenstraßen. Immer mehr Händler geben angesichts der Konkurrenz mit Online-Anbietern und Billig-Ketten auf. Wo Inhaber aus Altergründen ihre Geschäfte schließen, steht oft kein Nachfolger bereit.

Dadurch stehen die Kommunen vor dem Problem, ihre Innenstädte lebendig zu halten. Denn gerade B-Lagen, also kleinen und mittleren Städten, geht die Kaufkraft aus. Das obwohl der Einzelhandel in Sachsen und Brandenburg insgesamt wächst. Doch bleibt das Wachstum auf die großen Zentren beschränkt.

Innenstädte attraktiv gestalten

Wie attraktiv Innenstädte zum Einkaufen sind, hängt auch davon ab, wie weit entfernt die nächste große Shopping-Mall liegt. „Am schwersten haben es Kleinstädte, die nah einer Großstadt liegen“, sagt Erik Maier, Einzelhandels-Experte von der Handelshochschule Leipzig. Er hält es für essenziell, dass kleine Städte sich bei der Suche nach Lösungen nicht auf das reine Einkaufen konzentrieren. „Es ist wichtig, dass es genügend andere Gründe gibt, in die Stadt zu kommen, wie Wlan oder Cafés.“

Herzberg auf gutem Weg

Die Kommunen können auf den Rückgang von Geschäftstätigkeit reagieren, indem sie günstige Gewerbemieten anbieten oder die Innenstädte anders aufwerten. So versucht es die Stadt Herzberg mit niedrigen Mieten für stadteigene Ladenlokale. „Für Leute, die etwas Außergewöhnliches probieren wollen, ist das am Anfang eine finanzielle Entlastung“, sagt Bürgermeister Karsten Eule-Prütz (parteilos). „Wir brauchen mehr Leute, die bereit sind, das Risiko mit einem eigenen Geschäft einzugehen.“