Zwei Tischler hat er gerade schon eingestellt. Die packen auf der Baustelle am Hafen schon kräftig mit an, gestalten ihren neuen Arbeitsplatz quasi selbst mit. Eröffnung der Manufaktur ist für Juni 2016 geplant.

Nach der Wende hat Torsten Goertz Möbeltischler gelernt. "Nein, mein Traumberuf war das nicht, aber Lust mit Holz zu arbeiten hatte ich schon", erinnert sich der zweifache Vater heute an die Anfänge zurück.

Goertz arbeitet einige Jahre als Geselle, macht Ende der 90er sein Fachabi nach und studiert an der Hochschule Wismar Betriebswirtschaft. In Lübeck gibt es anschließend bei einer Krankenkasse einen Job als Budgetverhandler. Im Krankenhaus Wismar arbeitet er später im Qualitäts- und Risikomanagement. "Ausgefüllt hat mich das alles nie", gibt der 41-Jährige zu. "Ich wollte nie Dienstleister sein, sondern immer ein Produkt in den Händen halten", erzählt Goertz. Sohn Ole als zweites Kind ist gerade geboren, als der Familienrat 2007 beschließt: "Papa macht sich selbstständig!" Goertz besinnt sich auf seine Wurzeln im Handwerk. Sein neues berufliches Leben beginnt in einer Werkstatt auf eigenem Grundstück. Die platzt schließlich aus allen Nähten. Der Traum von der eigenen Möbelmanufaktur nimmt immer mehr Gestalt an. Die Lebensphilosophie von Torsten Goertz: "Positive Gedanken, Konsequenz und Beharrlichkeit."