Das geht aus der gestern in Nürnberg vorgelegten Konsumklimastudie der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) hervor. Demnach beurteilen die Verbraucher in den alten Bundesländern die wirtschaftliche Entwicklung und ihre finanziellen Aussichten wieder schlechter.
Lediglich die Neigung zu größeren Anschaffungen besserte sich leicht. Insgesamt sank der Konsumklimaindex im November für Dezember von 3,3 Punkten auf 3,1 Punkte.
Der Index setzt sich aus den Einzelwerten Konjunkturerwartung, Einkommenserwartungen und Anschaffungsneigung zusammen. Nachdem die Verbraucher die konjunkturelle Entwicklung nach der Neuwahl zunehmend optimistisch beurteilt hatten, trübte sich die Erwartung während der Koalitionsverhandlungen wieder deutlich ein. Der Indikator sank um zehn Punkte auf minus 8,6. Dazu dürften die angekündigte Erhöhung der Mehrwertsteuer, die Streichung der Eigenheimzulage und die Kürzung der Pendlerpauschale beigetragen haben.
Während sich die Verbraucher in den alten Bundesländern deutlich pessimistischer mit Blick auf ihr erwartetes Einkommen äußerten, gaben sich die Bewohner im Osten hoffnungsvoller als im Oktober. Insgesamt sank der Teilindikator dennoch um acht Punkte auf minus 12,9.
Einzig zu größeren Anschaffungen wie einem Auto oder Möbelstücken sind die Bundesbürger derzeit tendenziell eher bereit. Der Indikator kletterte um 2,1 Punkte auf minus 8,1 Punkte. Im Vergleich zum Vorjahr sei dies ein Anstieg von gut 16 Zählern, erklärte die GfK. Das leichte Plus sei jedoch allein auf die Kauflaune im Osten der Republik zurückzuführen, erklärte das Marktforschungsunternehmen. Dagegen blieb der Indikatorwert in den alten Bundesländern unverändert. (AFP/maf)