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| 02:38 Uhr

Keine Sepa-Umstellung per E-Mail

S epa-Überweisungsscheine werden ab dem 1. August die alten mit Kontonummer und Bankleitzahl komplett ersetzen .
S epa-Überweisungsscheine werden ab dem 1. August die alten mit Kontonummer und Bankleitzahl komplett ersetzen . FOTO: dpa
In gut sechs Monaten, am 1. August, soll die Umstellung auf Sepa für einen einheitlichen Euro-Zahlungsverkehr abgeschlossen sein. ckx

Von dieser Umstellung sind Bürger zunächst kaum betroffen, sondern vorrangig Unternehmen und kommunale beziehungsweise staatliche Institutionen. Sie haben statt einer Kontonummer und einer Bankleitzahl nun eine International Bank Account Number (IBAN) und eine Business Identifier Code (BIC).

Während IBAN und BIC für Firmen und staatlichen Einrichtungen ab dem 1. August verbindlich sind, "gilt für Verbraucher eine Übergangsfrist bis zum 31. Januar 2016", erklärt Sylvia Schönke von der Verbraucherzentrale Brandenburg. Bis zu diesem Datum können Verbraucher die gewohnte Kontonummer und Bankleitzahlen nutzen. "Banken wandeln die Nummern in die neuen Sepa-Nummern kostenlos um", so Schönke weiter. Bei einem Zahlendreher bei einer Überweisung hingegen sei die Bank seit 2009 nicht mehr verpflichtet, die falsch getätigte Überweisung zurückzubuchen. "Verbraucher sollten sich an die Bank wenden, um zu erfahren, wer die Überweisung erhalten hat und ihr Geld von dem Zahlungsempfänger selbst zurückverlangen", erklärt Sylvia Schönke die rechtlichen Bestimmungen.

Verbraucher, die gegenwärtig E-Mails erhalten, in denen eine Bank im Zuge der Sepa-Umstellung Kontodaten abfragt, sollten ignoriert werden. "Banken erfragen keine Kontodaten per E-Mail ab", ist sich Schönke sicher. Generell gelte, keine Kontoangaben im Internet auf E-Mail-Anfrage preiszugeben. Wer seine eigene IBAN noch nicht kennt, werde zudem auf seinem Kontoauszug fündig.

Bei Sepa-Lastschriftverfahren gilt, dass Einzugsermächtigungen nur schriftlich gegeben werden können. Einzelne Sepa-Lastschriften können innerhalb von acht Wochen ab der Abbuchung rückgängig gemacht werden - jedoch nur, wenn der einbezogene Betrag nicht geschuldet ist. "Die Einzugsermächtigung selbst kann nun auch gegenüber der Bank widerrufen werden", bekräftigt die Verbraucherschützerin.

Weiterführende Informationen zu Sepa gibt es auf der Internetseite www.vbz.de/sepa der Verbraucherzentrale Brandenburg.