Demnach sind es heute im Schnitt 5282 Euro, die dem Südbrandenburger für den privaten Konsum in der Tasche bleiben. Im Jahr 2006 waren es noch 4554 Euro. Der IHK-Kammerbezirk Dresden hat im Vorjahr 4870 Euro pro Kopf ausgewiesen.

Die einzelhandelsrelevante Kaufkraft beschreibt die Summe, die nach Abzug für Wohnen, Energie, Verkehrsmittel, Versicherungen etc. den Kunden vom Einkommen tatsächlich zum Einkaufen zur Verfügung steht. Was für IHK-Hauptgeschäftsführer Wolfgang Krüger ebenso zur erfreulichen Entwicklung gehört: Seit 2007 ist die Zahl der festen Jobs um 1,7 Prozent auf 24 858 gestiegen. "Dies belegt, dass die steigende Kaufkraft tatsächlich dem regionalen Handel zugute kommt", betont Krüger.

Der 60 Seiten umfassende Handelsatlas ist ein umfassendes Analysematerial mit Kaufkraftkennziffern, sortimentsspezifischen Verkaufsflächen bis zur Anzahl der Handelsunternehmen. Dabei wurden alle Landkreise im Süden und 16 ausgewählte Städte und Gemeinden untersucht. Nils Busch-Petersen, Hauptgeschäftsführer des Handelsverbandes Berlin-Brandenburg, erklärt: "Der Handelsatlas gehört in jedes Rathaus und wird auch den Kaufleuten ein nützliches Instrument sein."

Für Katrin Erb vom IHK-Geschäftsbereich Standortpolitik steht fest: "Den Kommunen geben wir ein Material in die Hand, das Grundlage für weitere Entscheidungen in Sachen Einzelhandel sein sollte." So sei auffällig, dass in Brandenburg drei Viertel des Einkommens in die private Absicherung und ein Viertel in den Konsum fließen. Im Landessüden würden sogar 31 Prozent für den Konsum aufgewendet.

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