Dies ist das Ergebnis eines ersten Sondierungsgespräches, zu dem der Metro-Vorstandsvorsitzende Eckhard Cordes und Arcandor-Chef Karl-Gerhard Eick am Donnerstag zusammengekommen sind, wie beide Unternehmen bekannt gaben. Die Rettungsversuche für die insolvente Essener Warenhauskette Hertie sind indes gescheitert. Voraussetzung für einen Zusammenschluss von Karstadt und Kaufhof sei die Erarbeitung eines tragfähigen und betriebswirtschaftlich sinnvollen Konzepts, hieß es. Beide Seiten vereinbarten ein weiteres vertiefendes Gespräch. Über konkrete Inhalte des Treffens wurde Stillschweigen vereinbart. Noch zu Wochenbeginn hatte Eick eine von Metro vorgeschlagene Fusion von Karstadt mit Kaufhof abgelehnt. Arcandor kämpft derzeit um seine Refinanzierung und hat einen Antrag auf Staatsbürgschaften in Höhe von 650 Millionen Euro gestellt. Als Schwachpunkt des Handels- und Touristikkonzerns gilt vor allem die Warenhaussparte Karstadt, der die Insolvenz droht. Metro lehnt Staatshilfen für Karstadt aus Wettbewerbsgründen ab. Arcandor beschäftigt 86 000 Mitarbeiter, 53 000 davon in Deutschland. Unterdessen werden die verbliebenen 54 Hertie-Warenhäuser und die Zentrale in Essen geschlossen. Die Gläubigerversammlung folgte am Mittwoch in Essen einer Empfehlung von Insolvenzverwalter Biner Bähr. Da Hertie-Besitzer Dawnay Day nicht zu einer Einigung mit möglichen Investoren bereit sei, gebe es keine andere Lösung mehr, sagte Bähr. Innerhalb von zwei Monaten soll das Traditionsunternehmen nun liquidiert werden. Den verbliebenen 2600 Mitarbeitern droht die Arbeitslosigkeit. In den neuen Ländern hat Hertie nur eine Filiale, und zwar in Görlitz. ddp.djn/B.M.