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Lausitzer Arbeitsmarkt
Jobcenter sollen Arbeitslose vermitteln, nicht parken

Cottbus. Beate Möschl

„In jedem Jobcenter werden Menschen betreut, die nicht als  arbeitslos gelten, weil sie  an Maßnahmen teilnehmen, die    wieder zu Beschäftigung im ersten Arbeitsmarkt führen sollen“, sagt der Cottbuser Agenturchef Heinz-Wilhelm Müller  und betont: „Das ist gut so, das ist das Ziel der arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen. Deshalb brauchen wir Fördermaßnahmen und den zweiten Arbeitsmarkt.“ Jedoch sollte die  Umsetzung der Sonderregelung für ältere Arbeitnehmer ab 58 Jahren der Ausnahmefall sein, so Müller. Sie gelten als nicht vermittelbar, wenn ihnen innerhalb eines Jahres kein Vermittlungsangebot unterbreitet werden kann. In Dahme-Spreewald und Elbe-Elster ist der Anteil derjenigen, die unter die Sonderregelung fallen oder mit Arbeitsgelegenheiten zeitweise beschäftigt sind, auffallend gering. Im Bereich des Jobcenter Spree-Neiße indes ist der Anteil deutlich höher.  502 Menschen werden hier aktuell in  unterschiedlichen Maßnahmen auf  den ersten Arbeitsmarkt vorbereitet. Ihnen stehen 1060 Männer und Frauen  in Arbeitsgelegenheiten gegenüber und ältere Menschen über 58 Jahre, die nicht mehr als arbeitssuchend gelten. „Die Jobcenter Cottbus und  Oberspreewald-Lausitz haben bereits reagiert und die Maßnahmen zur Integration in den ersten Arbeitsmarkt verstärkt.  Dort werden seit Monaten auch ältere Menschen wieder verstärkt vermittelt“, sagt Müller und fügt an: „Es ist sicher  nicht im Sinne des Erfinders, den zweiten Arbeitsmarkt als großen Parkplatz zu nutzen. Am Ende steht auf jeden Fall Altersarmut.“