Belastet hätten zudem die Kosten für den ursprünglich vorgesehenen Börsengang der Gebäudemanagementtochter M+W Zander Facility Engineering an der Börse Singapur sowie die Verringerung der Beteiligung an der M+W Zander Gebäudetechnik. Der Umsatz des Jenoptik-Konzerns ging aufgrund dieser Effekte weiteren Angaben zufolge von 2,5 Milliarden auf 1,9 Milliarden Euro zurück.

Konzentration auf Photonics-Bereich
Die vor einem Jahr begonnene Konzentration auf das Kerngeschäft ist nach Konzernangaben nahezu abgeschlossen. Im zweiten Quartal dieses Jahres soll der Verkauf des Unternehmensbereiches M+W Zander, Spezialist für Anlagenbau und Gebäudemanagement, abgeschlossen werden. Jenoptik will sich künftig nur noch auf den Bereich Photonics konzentrieren, der von 1998 bis 2005 beim Umsatz im Schnitt 33 Prozent jährlich zulegte. Der Photonics-Bereich stellt unter anderem Präzisions-Laser zum Messen und Bearbeiten von Materialien her. Zu den wesentlichen Wachstumstreibern gehören demnach die Hochleistungs-Diodenlaser, die Laser-Display-Technologie und der Bereich Verkehrssicherheitstechnik.

Unternehmen erwartet Wachstum 2006
Für das laufende Jahr erwartet Jenoptik weiteres Wachstum für die Sparte Photo nics mit den Geschäftsbereichen „Laser & Optik“ , „Sensorik“ und „Mechatronik“ . Der Umsatz soll zwischen 420 und 450 Millionen Euro liegen, was einem Plus von sechs bis elf Prozent entspreche. Der Vorstandsvorsitzende Alexander von Witzleben hält ein Plus von zehn Prozent für wahrscheinlich. Die ersten drei Monate seien recht positiv verlaufen.
Marktbeobachter zeigten sich unterdessen enttäuscht von den Zahlen. Der Verlust sei höher gewesen als zunächst erwartet. Belastend sei zudem, dass durch den Verkauf von Clean Systems einige Risiken weiterbestünden, die auch im laufenden Jahr zu Verlusten führen könnten. Die Aktie führte gestern Vormittag die Verliererliste im Börsensegment Tec-Dax mit einem Minus von 1,5 Prozent auf 7,24 Euro an. (dpa/rek)