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| 01:06 Uhr

Jeder Zehnte arbeitet ohne einen Chef

Wiesbaden.. Neue Ich-AGs und Minijobs haben die Zahl der Berufstätigen in Deutschland 2004 leicht in die Höhe getrieben. In der Industrie ging der Personalabbau abgeschwächt weiter.

Insgesamt waren im Jahresdurchschnitt 38,4 Millionen Menschen und damit 0,3 Prozent mehr als 2003 erwerbstätig, teilte das Statistische Bundesamt gestern in Wiesbaden mit. Es war der erste Anstieg seit 2001. Ein kräftiger Zuwachs war bei den Selbstständigen (plus 3,3 Prozent auf 4,3 Millionen) zu verzeichnen. Mehr als jeder zehnte Berufstätige in Deutschland (11,2 Prozent) hat inzwischen keinen Chef mehr. Deutlich erhöht hat sich in den vergangenen Jahren der Anteil der Beschäftigten im Dienstleistungssektor. Mittlerweile arbeiten 71 Prozent im Service-Bereich. 1991 waren es noch 59,2 Prozent. Demgegenüber sank der Anteil der Berufstätigen in der Land- und Forstwirtschaft auf 2,3 Prozent (1991: 4,0 Prozent) und in der produzierenden Industrie ( ohne Bauwirtschaft) auf 20,8 Prozent (1991: 29,4 Prozent). Im Baugewerbe, das seinen höchsten Beschäftigungsstand Mitte der 90er-Jahre erreicht hatte, fiel die Quote auf 5,9 Prozent (1991: 7,3 Prozent). (dpa/rb)