Die Lausitzer Klärtechnik (LKT) in Luckau (Dahme-Spreewald) setzt auf Wachstum und technische Innovationen. Das Unternehmen entwickelt, produziert und vermarktet seit dem Jahre 2002 unter dieser Firmenbezeichnung erfolgreich umwelttechnische Anlagen für die dezentrale Abwasserreinigung. Vor Kurzem wurde der Standort im Luckauer Gewerbegebiet Alteno durch ein modernes Verwaltungsgebäude noch einmal erweitert. "Neue Räume für neue Aufgaben", nennt das LKT-Chef Michael Müller.

Die Neuinvestition und erfolgreiche LKT-Entwicklungen waren es, die Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) und viel lokale Politikprominenz am Wochenanfang zu dem Unternehmen zog.

"LKT ist längst ein Aushängeschild für die ganze Region geworden", schwärmt der Luckauer Bürgermeister Gerald Lehmann (parteilos).

Insgesamt 60 Mitarbeiter beschäftigt die Firma. Sie entwickeln, produzieren und vertreiben an einem der modernsten Standorte der Branche in Europa beispielsweise biologische Kläranlagen, leistungsfähige Abwasser-Pumpwerke und Regenwasserzisternen.

Firmenchef Müller ist stolz auf die Bilanz des Unternehmens. An die 62 000 Anlagen haben die Luckauer inzwischen verkauft. Neben modernen Pumpwerken waren das allein 25 000 Kläranlagen. In den zurückliegenden drei Jahren sind die Umsätze der Firma um 50 Prozent gestiegen. Aber die Luckauer ruhen sich auf ihren Erfolgen nicht aus. "Wir wollen gestalten und nicht nur verwalten", nennt das Michael Müller. Er und seine Fachleute arbeiten permanent an der Weiterentwicklung ihrer Technik. Und dabei setzen die Luckauer auf Lausitzer Stärken.

Eine dieser Stärken ist die Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg. Mit Professor Holger Seidlitz haben die Luckauer dort einen Partner gefunden, der sich mit der Weiterentwicklung von Faserverbundwerkstoffen beschäftigt. Gemeinsam mit LKT entwickelt der Cottbuser Wissenschaftler eine völlig neuartige Beschichtung zur Sanierung maroder Pumpschächte. Mit der innovativen Technologie können alte Anlagen zum ersten Mal ganzjährig wieder auf Vordermann gebracht werden. Flex-Reha-Schachtverfahren heißt die Technologie, die beispielsweise auch bei der Wartung und Ertüchtigung von Biogas-Anlagen angewendet werden kann.

Beinahe abgeschlossen ist die Entwicklung einer automatischen Messtechnik, mit der die Reinigungsergebnisse der Kläranlagen, ohne aufwendige Laboruntersuchungen, jederzeit schnell per Smartphone überwacht werden können.

In den Kooperationen zwischen Wirtschaft und Wissenschaft sieht Brandenburgs Ministerpräsident ein entscheidendes Erfolgsrezept für die wirtschaftliche Entwicklung im Land. "Wir haben hier kaum große Unternehmen mit eigenen angeschlossenen Forschungsabteilungen", sagte Dietmar Woidke bei seinem Besuch in Luckau. Deshalb müssten Praktiker und Wissenschaftler so eng wie möglich zusammenrücken.

Es ist aber nicht nur die kreative Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern in der Lausitz, die die Abkürzung LKT weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt gemacht hat. LKT steht inzwischen auch für eines der stärksten Nachwuchsteams im europäischen Radsport. Für Firmenchef Michael Müller ist die Unterstützung der Rennfahrer und Bahnradsportler Teil der gesellschaftlichen Verantwortung, der sich sein Unternehmen stellt.

Auf den Nachwuchs setzt LKT aber nicht nur beim Leistungssport. Seit vielen Jahren bilden die Luckauer mit großem Engagement ihren Nachwuchs selbst aus. "Das ist bei uns wirklich eine Herzenssache", sagt Michael Müller. Und das sei auch die Voraussetzung, um weiter wachsen zu können.