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| 12:03 Uhr

Hauptversammlung in Essen
Uwe Tigges übernimmt endgültig Chefsessel von Innogy

Essen. Der Interimschef des Energiekonzerns Innogy, Uwe Tigges, ist nun auch zum offiziellen Vorstandsvorsitzenden bestellt worden. Das teilte Aufsichtsratschef Erhard Schipporeit auf der Hauptversammlung in Essen mit. Beim RWE-Eon-Deal sieht Tigges noch viele offene Fragen.

Der Interimschef des Energiekonzerns Innogy, Uwe Tigges, ist nun auch zum offiziellen Vorstandsvorsitzenden bestellt worden. Das teilte Aufsichtsratschef Erhard Schipporeit auf der Hauptversammlung in Essen mit. Beim RWE-Eon-Deal sieht Tigges noch viele offene Fragen.

Tigges hatte das Amt im Dezember 2017 von Peter Terium zunächst übergangsweise übernommen, nachdem dieser nach einer Gewinnwarnung zurückgetreten war. Nachfolger von Tigges als Personalvorstand wird Arno Hahn, hieß es am Dienstag weiter. Hahn wurde zum 1. Mai für drei Jahre in den Vorstand berufen.

Verlängert wurden die Verträge der Vorstandsmitglieder Hildegard Müller, Hans Bünting sowie Martin Herrmann bis zum 31. März 2022. Finanzvorstand bleibt Bernhard Günther, der vor einigen Wochen Opfer eines Säureattentats geworden war. Seine Aufgaben werden derzeit von Bünting kommissarisch übernommen. Tigges wie Günther sind bis Ende März 2021 bestellt.

"Überaus attraktives Unternehmen"

Tigges sieht bei dem Deal zwischen RWE und Eon zur Zerschlagung von Innogy noch viele Fragen offen. Die meisten Details seien weiterhin offen, sagte der Manager am Dienstag bei der Innogy-Hauptversammlung. Der Innogy-Vorstand könne sich erst zu den Plänen äußern, wenn Eon sein Angebot an die Aktionäre vorgelegt habe. Das sei noch nicht geschehen.

Innogy ist die Netz- und Ökostromtochter des Stromriesen RWE. Sie soll zwischen RWE und Eon aufgeteilt werden. Eon will dabei das komplette Netz- und Endkundengeschäft übernehmen und RWE am Ende die Ökostrom-Produktion überlassen. RWE hält derzeit noch knapp 77 Prozent der Innogy-Aktien, den übrigen Anteilseignern will Eon ein Übernahmeangebot machen.

Tigges sagte, Innogy sei ein "überaus attraktives Unternehmen". Auf den Zukunftsfeldern der Energiewirtschaft sei man im Vergleich zu vielen anderen Marktteilnehmern gut aufgestellt. "Mit dieser starken Geschäftsbasis fährt unser Unternehmen verlässlich Gewinne ein." Besonders positiv war laut Tigges die Entwicklung im deutschen Netzgeschäft, das an Eon gehen soll.

(oko)