Die Initiative „#WelcomeTesla“ in der Lausitz kommt in Schwung. Die Initiatoren, die sich für die Ansiedlung einer Batteriezellen-Giga-Fabrik in der Region stark machen, haben inzwischen ein hochkarätig besetztes Initiativ-Team gegründet. Ihm gehören neben den beiden Lausitzbeauftragten des Landesregierungen aus Brandenburg und Sachen auch der Cottbuser IHK-Geschäftsführer und die Chefs der Wirtschaftsregion und der Innovationsregion Lausitz an. Mitarbeiten dabei ist außerdem der renommierte Stadt- und Projektplaner Prof. Heinz Nagler von der BTU Cottbus-Senftenberg.

Dieser Tweet von Tesla-Chef Elon Musk im Juni brachte alles ins Rollen.

Verbindung zu Tesla

„Wir haben eine Direktverbindung zu Tesla geknüpft und mit dem Initativ-Team eine sehr starke politische Unterstützung“, sagt Ralf Henkler. Er ist einer der Initiatoren von „#WelcomeTesla“ und beim Bundesverband Mittelständische Wirtschaft (BVMW) für die Lausitz zuständig.

E-Auto-Pionier und Tesla-Chef Elon Musk hatte angekündigt, in Europa nach einem Standort für den Bau einer Gigafabrik zur Fertigung vom Batteriezellen Ausschau zu halten. Die Lausitzer rechnen sich bei der Standortsuche realistische Chancen aus.

Im Oktober setzte „#WelcomeTesla“ auf dem Lausitzring, der inzwischen Dekra-Zentrum für Autonomes Fahren ist, mit einer spektakulären Aktion ein Licht-Zeichen in Richtung Palo Alto, wo die Tesla-Zentrale steht. Ein Autokorso und ein Taschenlampen-Lichtermeer vereinte hunderte Menschen aus der ganzen Lausitz, die die Initiative unterstützen.

„#WelcomeTesla“ hat inzwischen einen öffentlichen Aufruf zur Suche nach einem geeigneten Standort für die Giga-Fabrik gestartet. Gesucht wird eine Fläche von Mindestens 150 Hektar mit funktionierender Infrastruktur in der deutsch-polnischen Grenzregion.

Wenig Zeit und viel Geld

Die Bedeutung der Produktion von Lithium-Ionen-Batterien wird in den nächsten Jahren mit dem Durchbruch der Elektromobilität dramatisch steigen. Eine in dieser Woche vorgelegte Studie des Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI in Karlsruhe kommt zu dem Schluss, dass auch europäische Staaten und Unternehmen in den kommenden fünf Jahren hunderte Milliarden Euro investieren müssen, um nicht auf Dauer am Tropf asiatischer Hersteller zu hängen. Bisher wird der Zellenmarkt dominiert von Zellenproduzenten in China, Südkorea und Japan. Einige von ihnen haben bereits den Bau eigener Giga-Fabriken in Europa angekündigt. Davon profitieren soll beispielsweise die thüringische Region um Erfurt.

Elon Musk on Twitter

@pascal_munz @Zuckerberger @horn Germany is a leading choice for Europe. Perhaps on the German-French border makes sense, near the Benelux countries

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