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IHK Cottbus kritisiert Woidkes Vorstoß zu Nachtruhe am BER

ARCHIV - Blick am 16.08.2016 auf das Terminalgebäude des Hauptstadtflughafens Berlin-Brandenburg (BER) in Schönefeld (Brandenburg). Der Aufsichtsrat der Berlin-Brandenburger Flughafengesellschaft berät über den Baufortschritt am neuen Hauptstadtflughafen BER. Foto: Britta Pedersen/dpa (zu Vorausmeldung dpa "BER-Aufsichtsrat kann noch immer keinen Eröffnungstermin nennen" vom 06.10.2016) +++(c) dpa - Bildfunk+++
ARCHIV - Blick am 16.08.2016 auf das Terminalgebäude des Hauptstadtflughafens Berlin-Brandenburg (BER) in Schönefeld (Brandenburg). Der Aufsichtsrat der Berlin-Brandenburger Flughafengesellschaft berät über den Baufortschritt am neuen Hauptstadtflughafen BER. Foto: Britta Pedersen/dpa (zu Vorausmeldung dpa "BER-Aufsichtsrat kann noch immer keinen Eröffnungstermin nennen" vom 06.10.2016) +++(c) dpa - Bildfunk+++ FOTO: Britta Pedersen (dpa-Zentralbild)
Cottbus. Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Cottbus und die Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg (UVB) haben sich am Donnerstag in einer gemeinsamen Erklärung gegen Vorschläge von Brandenburgs Regierungschef Dietmar Woidke (SPD) gewandt. Es dürfe keinen Kurswechsel bei BER-Flugzeiten geben, fordern die Wirtschaftsvertreter. Bodo Baumert

"Der Flughafen, die Fluggesellschaften und die Unternehmen der Branche brauchen Planungssicherheit. Es gibt keinen Anlass, den bisherigen Kompromiss zu Flügen in den Tagesrandzeiten in Frage zu stellen", sagt UVB-Hauptgeschäftsführer Christian Amsinck. Nur mit den vereinbarten Flugzeiten werde der BER international konkurrenzfähig sein.

Woidke hatte angekündigt, neu über die Nachtflugregeln am künftigen Großflughafen BER verhandeln zu wollen. "Wir wollen den Menschen mehr Nachtruhe verschaffen", sagte Woidke am Montag im BER-Sonderausschuss des Potsdamer Landtags. Er sei zuversichtlich, dass es mit der sich abzeichnenden neuen rot-rot-grünen Regierung in Berlin mehr Chancen für eine politische Diskussion gebe als mit der bisherigen SPD/CDU-Regierung.

"Das bestehende Nachtflugverbot ist bereits ein Ausgleich zwischen den Interessen der Anwohner und der Flughafengesellschaft", hält IHK-Hauptgeschäftsführer Wolfgang Krüger dagegen. Am BER hätten Berlin, Brandenburg und der Bund viel Geld investiert. "Diese Investitionen müssen sich so schnell wie möglich auszahlen - durch Wirtschaftswachstum und eine Entwicklung in der gesamten Region", so Krüger. Die Politik müsse zu der Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichtes vom 13. Oktober 2011 stehen. Diese stelle bereits einen umfassend abgewogenen Kompromiss zum Thema Nachtflug dar.