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| 09:40 Uhr

Rüsselsheim
Opel-Arbeitnehmer fürchten Jobabbau in Eisenach

Rüsselsheim. Der kriselnde Autobauer Opel plant nach Gewerkschaftsinformationen einen massiven Personalabbau in seinem Montagewerk Eisenach. Die Belegschaft könnte von derzeit rund 1800 auf nur noch knapp 1000 Mitarbeiter schrumpfen, wenn die bislang vorliegende Produktionsplanung umgesetzt werde, hieß es aus Kreisen der IG Metall. Unter der Führung des neuen Eigners PSA will Opel im thüringischen Werk nur noch einen Geländewagen statt der bislang zwei Modelle Adam und Corsa montieren. Dem Vernehmen nach soll dafür von drei auf zwei Schichten umgestellt werden. Die IG Metall beharrt aber darauf, dass PSA an frühere Produktionszusagen des alten Eigentümers General Motors gebunden sei. PSA hat bislang versichert, die Sanierung des seit Jahren defizitären Autoherstellers Opel ohne Entlassungen und Werkschließungen voranzubringen.

Der kriselnde Autobauer Opel plant nach Gewerkschaftsinformationen einen massiven Personalabbau in seinem Montagewerk Eisenach. Die Belegschaft könnte von derzeit rund 1800 auf nur noch knapp 1000 Mitarbeiter schrumpfen, wenn die bislang vorliegende Produktionsplanung umgesetzt werde, hieß es aus Kreisen der IG Metall. Unter der Führung des neuen Eigners PSA will Opel im thüringischen Werk nur noch einen Geländewagen statt der bislang zwei Modelle Adam und Corsa montieren. Dem Vernehmen nach soll dafür von drei auf zwei Schichten umgestellt werden. Die IG Metall beharrt aber darauf, dass PSA an frühere Produktionszusagen des alten Eigentümers General Motors gebunden sei. PSA hat bislang versichert, die Sanierung des seit Jahren defizitären Autoherstellers Opel ohne Entlassungen und Werkschließungen voranzubringen.

Doch die Aufregung ist groß. Der Opel-Betriebsrat lud für den heutigen Donnerstag im Stammwerk Rüsselsheim zu einer vorgezogenen Betriebsversammlung, um über die Entwicklung zu informieren. An den anderen Opel-Standorten seien ähnliche Versammlungen geplant.

"PSA und die Geschäftsleitung nehmen billigend den Bruch von Tarifverträgen in Kauf", hieß es in einem Flugblatt, in dem für die Betriebsversammlungen mobilisiert wurde. "Nach monatelangen Verhandlungen liegen bis heute keine zufriedenstellenden Vorschläge für eine gleichwertige Erfüllung der Produkt- und Projektzusagen aus den Tarifverträgen für die Entwicklung und die Werke auf dem Tisch."

In einem Schreiben an die Belegschaft warf Opel-Chef Michael Lohscheller wiederum der IG Metall und dem Betriebsrat vor, keinen konkreten Vorschlag unterbreitet zu haben, wie die Produktivitätsziele erreicht werden sollten, damit Eisenach wettbewerbsfähig sei. Das Unternehmen fordert von den Beschäftigten Lohnverzicht als Gegenleistung für Investitionen und Beschäftigungsversprechen. IG Metall und Betriebsrat lehnen das ab.

In Arbeitnehmerkreisen gilt auch das Komponenten-Werk in Kaiserslautern als gefährdet. Das Werk in Bochum wurde bereits Ende 2014 von der damaligen Opel-Mutter General Motors geschlossen.

(dpa/rtr)