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IG Metall macht bei Bombardier Druck

Görlitz. Die IG Metall will angesichts geplanter Stellenstreichungen Druck an den sächsischen Bombardier-Standorten Bautzen und Görlitz machen. Auf einer Mitgliederversammlung am Dienstag diskutierte die Gewerkschaft über Arbeitskampfaktionen. dpa/dst

"Wir möchten bis März mit einem Standortsicherungskonzept in die Debatte mit dem Unternehmen gehen. Wenn es die Kooperation ausschlägt, gibt es die rote Karte", sagte der Chef der IG Metall Ost-sachsen, Jan Otto, in Görlitz. Zahlreiche Gewerkschaftsmitglieder drängten zur Eile und sprachen sich dafür aus, auch länger als zu einem einstündigen Warnstreik vor das Tor zu gehen. "Wir verlieren immer mehr Mitarbeiter", sagte ein Bombardier-Arbeiter. Hintergrund der Zusammenkunft sind die Umstrukturierungspläne des kanadischen Fahrzeugherstellers. Bombardier Transportation will nach eigenen Angaben in der Zug-sparte weltweit 5000 der fast 40 000 Jobs streichen - darunter auch in Görlitz.