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Abbruch der Tarifverhandlungen
IG Metall kündigt 24-Stunden-Streiks an

"Es ging jetzt am Schluss nicht zusammen": IG-Metall-Bezirksleiter Roman Zitzelsberger
"Es ging jetzt am Schluss nicht zusammen": IG-Metall-Bezirksleiter Roman Zitzelsberger FOTO: dpa, scg pil
Die IG Metall will nach dem Abbruch der Tarifverhandlungen in der Metall- und Elektroindustrie in der kommenden Woche mit ganztägigen Streiks den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen. Die Arbeitgeber wollen dagegen klagen.

Die Verhandlungen seien beendet, aber nicht endgültig gescheitert, erklärte IG-Metall-Bezirksleiter Roman Zitzelsberger am Samstag nach mehr als 15-stündigen Verhandlungen in Stuttgart. Die große Tarifkommission im Pilotbezirk Baden-Württemberg werde dem Gewerkschaftsvorstand nun vorschlagen, ab der kommenden Woche in Betrieben bundesweit über die 24 Stunden langen Arbeitsniederlegungen abstimmen zu lassen. Wenn sich die Beschäftigten mehrheitlich dafür aussprechen, soll es die Ausstände ab Mittwoch allein in 70 Betrieben im Südwesten geben.

Zitzelsberger gab den Arbeitgebern die Schuld für den Eklat. Diese hätten jeden neuen Lösungsversuch der Gewerkschaft als überzogene Forderungen zurückgewiesen. "Es ging jetzt am Schluss nicht zusammen", sagte der Verhandlungsführer.

Arbeitgeber ziehen vor Gericht

Die Metall-Arbeitgeber wollen sich derweil vor Gericht gegen die angekündigten 24-Stunden-Warnstreiks wehren. Gesamtmetall-Chef Rainer Dulger kündigte am Samstag in einer Mitteilung Klagen der einzelnen Arbeitgeberverbände gegen die aus ihrer Sicht rechtswidrigen Arbeitsniederlegungen an. Sie würden am Montag eingereicht.

(felt)