Gerade die Holzwirtschaft zeigt deutlich, wie differenziert eine entsprechende Entwicklungsstrategie aufgesetzt werden muss. Denn Holz besitzt in seiner Rohform eine äußerst begrenzte räumliche Reichweite. Insofern ist die Standortprägung der Landschaft, also die Art der Wälder im Umfeld bzw. das, was in Bezug auf schnell umlaufende Plantagen vor Ort möglich ist, der zentrale begrenzende Faktor. Zum international handelbaren Gut wird Holz erst durch Veredelung - vor allem als Möbel, in Grenzen auch als schüttbarer Heizstoff (Pellets). Ein wichtiger Schwerpunkt der künftigen Forschung wird es sein, den Rohstoff in eine vernünftige Verwertungsordnung zu bringen, so dass mit der Nutzung ein permanentes Downgrading erfolgt. Es ergibt wenig Sinn, qualitativ hochwertiges Rohholz zu verbrennen. Allerdings sind große Mengen von Abfallholz geeignet, stofflich oder thermisch genutzt zu werden, was es allerdings erforderlich macht, das von Anfang in die Verwendungskette einzuplanen.