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| 01:24 Uhr

Hoffnung auf mehr Plus

Wiesbaden. Trotz des harten Winters ist die deutsche Wirtschaft im ersten Quartal leicht gewachsen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg von Januar bis März im Vergleich zum Vorquartal unerwartet um 0,2 Prozent, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Deutschland steht damit besser da als die meisten anderen Euro-Länder. AFP/js

Das BIP wuchs nicht nur im ersten Quartal, sondern entgegen bisheriger Berechnungen der Statistiker auch im letzten Quartal 2009 - und zwar auch um 0,2 Prozent. Wäre der Winter nicht so hart gewesen, hätte das BIP von Januar bis März sogar um 0,6 Prozent zugelegt, erklärte Commerzbank-Chefökonom Jörg Krämer.

Getragen wurde das Wachstum von Januar bis März laut Statistischem Bundesamt vor allem von Exporten und Ausrüstungsinvestitionen, also Investitionen in Maschinen, Geräte und Fahrzeuge. Auch die staatlichen Konsumausgaben trugen dazu bei, dass die negativen Einflüsse von Bauinvestitionen, privaten Konsumausgaben und Importen ausgeglichen werden konnten.

Im Gesamtjahr 2009 war das BIP aufgrund der Wirtschafts- und Finanzkrise um fünf Prozent eingebrochen - der schwerste Rückgang seit Ende des Zweiten Weltkriegs.

Mit dem leichten Wachstum im vierten Quartal und in den ersten Monaten des Jahres 2010 sind dies nun vier Quartale Wachstum in Folge.

“Die Wachstumszahlen liegen über unseren Erwartungen„, erklärte Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) und zeigte sich optimistisch, dass es zu einem selbst tragenden Aufschwung kommen könne. Die Bundesregierung rechnet mit einem Wachstum von 1,4 Prozent in diesem Jahr.

Mit den 0,2 Prozent Wachstum liegt Deutschland mit an der Spitze der Euroländer. Nur in Italien legte die Wirtschaft im ersten Quartal 0,5 Prozent zu, wie die EU-Statistikbehörde Eurostat mitteilte. Frankreich und Spanien wiesen ein Wachstum von 0,1 Prozent auf. Griechenland steckt mit einem Minus von 0,8 Prozent weiter in der Rezession. Im Durchschnitt wuchs das BIP in der Euro-Zone um 0,2 Prozent.