Damit sind die Zeiten der altgedienten Bleirohre endgültig vorbei. Spätestens bis zum 1. Dezember 2003 müssen sie ausgewechselt werden. Davon betroffen sind vor allem Gebäude, die mehr als 30 Jahre auf dem Buckel haben. Um unliebsame Überraschungen zu vermeiden, sollten Vermieter umgehend prüfen lassen, ob ihr hausinternes Versorgungsnetz den jetzt gültigen gesetzlichen Regelungen entspricht.
Die Betreiber nichtöffentlicher Gebäude - dazu zählen Mietshäuser - müssen künftig unverzüglich auf bekannt gewordene Missstände in der Trinkwasserversorgung reagieren. So verpflichtet die Verordnung Wohnungsunternehmen, bei einem Absinken der Wasserqualität Untersuchungen zur Aufklärung der Ursache und Maßnahmen zur Abhilfe durchzuführen und das Gesundheitsamt zu unterrichten.
Neu ist auch die Informationspflicht des Vermieters gegenüber dem Mieter: Informationen über die Wasserqualitäten müssen den Mietern zugänglich gemacht werden, sei es durch Aushang am schwarzen Brett oder per Post. Das betrifft nicht nur Missstände, sondern auch allgemeine Mitteilungen der Wasserwerke, wie die über die Wasserhärte. Größere Wohnanlagen verfügen zudem oftmals über eigene Aufbereitungsanlagen. Hier dürfen ausschließlich Zusatzstoffe verwendet werden, die in einer Liste des Bundesministeriums für Gesundheit bekannt gemacht wurden. Die zur Aufbereitung verwendeten Stoffe müssen den Mietern ab 2003 ebenfalls mitgeteilt werden. (ddp.vwd/B.M.)